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von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Yahoo schickt Microsoft in die Wüste


Der Portal- und Suchanbieter Yahoo hat das milliardenschwere Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft offiziell abgelehnt. Nach Auffassung der Yahoo-Führung um CEO Jerry Yang wird das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Internetunternehmen von Microsoft deutlich zu niedrig bewertet. 
 
Diese Einschätzung überrascht. Einige Analysten hatten die Kaufofferte von Microsoft nach deren Bekanntgabe als zu hoch bewertet. Das Unternehmen hatte Anfang Februar 31 Dollar je Yahoo-Aktie geboten. Das entspricht einem Gesamtwert von umgerechnet 30 Milliarden Euro.
Marktbeobachter halten es angesichts der prall gefüllten Kriegskasse von Microsoft nun aber für denkbar, dass der Konzern sein Angebot aufstockt. Vor allem die strategische Bedeutung des Yahoo-Kaufs könnte die Microsoft-Führung dazu veranlassen, den Preisforderungen des Yahoo-Managements entgegenzukommen. Mit dem Kauf will Microsoft die Übermacht des Rivalen Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen.
 
Laut Medienberichten prüft Yahoo nun, eine Fusion mit AOL anzustreben. Auch Kooperationen mit Google oder Disney werden von Yahoo offenbar geprüft.
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