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07.01.2008

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von Olaf Kolbrück,
Redakteur /Blogger

Xing zieht die Notbremse


Hat sich die Finger verbrannt: Lars Hinrichs 

Hat sich die Finger verbrannt: Lars Hinrichs

Das Business-Netzwerk Xing gibt nach massiven Protesten der User klein bei und verzichtet auf den Profilseiten der Premium-Mitglieder ab sofort vollständig auf Werbung. Damit wird die Banner-Werbung im Premiumbereich nur wenige Tage nach der Einführung wieder eingedampft.
 
Mit der Werbung hatte Xing den Unmut zahlreicher User auf sich gezogen. Nun versucht Xing-Boss Lars Hinrichs die Wogen zu glätten und entschuldigt sich. In einer offiziellen Erklärung, die auch an Blogger verschickt wurde, heißt es: "Seit Samstag, 5. Januar 2008, sind die Profilseiten von Premium-Mitgliedern generell frei von Werbung. Wir reagieren damit auf das anhaltende Feedback, wonach die Mehrheit unserer Premium-Mitglieder keine Werbung auf ihren Profilseiten für Basis-Mitglieder wünscht. Wir bedauern es sehr, dass wir die Situation falsch eingeschätzt haben. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen. Die Xing-Plattform ist somit für alle Premium-Mitglieder werbefrei."
 
Basis-Mitglieder sehen allerdings weiterhin Werbeeinblendungen auf der Startseite, den Profilseiten von anderen Basis-Mitgliedern, den Such- und den Suchergebnisseiten sowie weiteren Seiten. Kritik gab es von den Mitgliedern aber nicht nur an der Nutzung der zahlenden Kunden als Werbeträger, sondern auch an der Art der Platzierung. So zeigte das Profil eines Bank-Mitarbeiters beispielsweise Werbung für ein Finanzangebot eines Mitbewerbers.
 
Mit einer Opt-out-Funktion hatte Xing zwischenzeitlich versucht, Kritikern Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Proteste verstummten dennoch nicht, so dass auf die Werbung in Premium-Profilen nun vollständig verzichtet wird.
 
Mehr zu Thema auch im HORIZONT-Blog off-the-record.

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
omx00 sagte am 07.01.2008 um 12:48

acc

wenn man wie ich fast täglich die Foren zu dem Thema in XING gelesen hat, darf man sich fragen, wo hier die große Überraschung gelegen hat, die einen derartigen "Aufschrei" begründen könnte: Schon Anfang November hat u.a. Horizont und FAZ darüber berichtet, dass geworben werden soll. So schlecht war also die Kommunikation im Vorfeld nicht! Und sehr fragwürdig finde ich die z.T. doppelbödige Kritik von einzelnen Mitgliedern, die in den XING-Foren Spam-artige Eigenwerbung betreiben, aber offizielle Werbung rügen.

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