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"Wir sind die Avantgarde des Internets": Arndt Groth und Dirk Kedrowitsch im Interview


BVDW-Präsident Arndt Groth 

BVDW-Präsident Arndt Groth

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) positioniert sich neu. HORIZONT.NET sprach mit Präsident Arndt Groth und Vizepräsident Dirk Kedrowitsch über die Ziele des BVDW und Verbandsarbeit in Zeiten der Medienkrise.
 
Der BVDW stellt sich neu auf. Was sind die wichtigsten Ziele der Restrukturierung?

Dirk Kedrowitsch: Das Hauptziel ist die Performance-Steigerung und eine bessere Serviceorientierung. Das führt natürlich auch zu einem Mehrwert für die Mitglieder und stärkt die Sichtbarkeit des Verbandes nach außen. Wir organisieren mit der DMEXCO die Leitmesse und den Leitkongress der Branche, und mit dem Deutschen Multimedia Award DMMA den Leitaward. Das zeigt auch die Bedeutung des Verbandes. Der BVDW repräsentiert die Avantgarde des Internets.
Arndt Groth: Die Neupositionierung stärkt auch das Selbstverständnis des Verbands und die Identifikation für seine Mitglieder. Wir besetzen die wichtigsten Inhalte und Vermarktungsthemen.
Wo sehen Sie die inhaltlichen Schwerpunkte für 2009?
Groth: Das sind zum einen die Medienpolitik und die Öffentlichkeitsarbeit. Wir müssen die brennenden politischen Themen besetzen und im Interesse unser Mitglieder vertreten. Im operativen Bereich sind einige Schwerpunkte die Standardisierung von Videowerbung und die Vermarktung von Social Media Plattformen.
Kedrowitsch: Die inhaltlichen Schwerpunkte definieren die Mitglieder in den Fachgruppen. Für den Verband und die Geschäftsstelle ist die Arbeit nach außen unter dem Motto „Wir sind das Netz" entscheidend. Dazu zählen Aktivitäten wie die DMEXCO oder der Deutsche Multimedia Award DMMA.
 
Vizepräsident Dirk Kedrowitsch 

Vizepräsident Dirk Kedrowitsch

Liegt der Fokus der Aktivitäten eher auf der inhaltlichen Arbeit oder beim Gattungsmarketing?
Kedrowitsch: Alle unsere Aktivitäten dienen auch der Gattung. Wir betreiben kein Gattungsmarketing in Form von Kampagnen, die das eigene Medium bewerben, so wie das Radio oder Kino derzeit tun. Diese Form von Aktionen brauchen wir nicht, weil unser Medium für sich spricht. Unsere Arbeit wird sehr durch die Inhalte getrieben.
 
Hat die Medienkrise Auswirkungen auf die Arbeit des BVDW?
Kedrowitsch: Wir müssen uns in unserer Arbeit natürlich auf diese Situation einstellen. Wir können zum Beispiel kleinere Mitgliedsunternehmen unterstützen, indem wir Ihnen Materialen oder Marktforschungsergebnisse zur Verfügung stellen, die ihnen helfen, ihr Geschäft effektiver zu machen. Das muss aber immer unser Anspruch sein, unabhängig von der aktuellen Medienkrise.
Groth: Es ist klar unser Ziel, unsere Mitglieder zu unterstützen und Ihnen gerade in diesen Zeiten helfen, ihre Marktanteile weiter  auszubauen. Die Medienkrise bietet gerade uns die Chance, anderen Mediengattungen Marktanteile abzunehmen. Und dabei unterstützen wir unsere Mitglieder nach Kräften. Die Unternehmen die die erste Krise der New Economy überlebt haben, sind daraus gestärkt hervorgegangen. Das wird auch dieses Mal so sein. Interview. David Hein
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