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Web-Dienstleister verklagen Google


Der Internetkonzern steht erneut in der Kritik 

Der Internetkonzern steht erneut in der Kritik

Google gerät ins Visier der deutschen Wettbewerbsbehörden. Dem Bundeskartellamt liegt eine zweistellige Zahl "ernst zu nehmender" Beschwerden vor, berichtet die "Wirtschaftswoche". Außerdem haben mehrere Internet-Dienstleister Strafanzeige wegen Betrugsverdachts gegen Google eingereicht. 
 
Die Beschwerdeführer werfen dem Suchmaschinenbetreiber die Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung vor. Dabei geht es unter anderem um die Platzierung der eigenen Dienste in den Suchergebnissen. Google bevorzuge seine eigenen Produkte bei den Suchergebnissen. Die Platzierung entscheidet maßgeblich über die Anzahl der Zugriffe auf die Dienste. Zudem werfen die Kritiker Google vor, Kunden der Werbeplattform Adsense bevorzugt zu behandeln. Laut "Wirtschaftswodche" prüft das Bundeskartellamt derzeit, ob es überhaupt zuständig ist oder die Beschwerden an die EU-Kommission weiterleitet.
Zu den Beschwerdeführeren gehört unter anderem Euro-Cities, das das regionale Portal Stadtplandienst.de betreibt, und der Kartendienst Hotmaps. Dessen Chef Michael Weber berichtet, dass die Zugriffszahlen auf den Dienst von 750.000 auf ein 250.000 pro Monat abgestürzt sind, seitdem Google seine eigenen Angebote ganz oben anzeigen lasse. Google bestreitet die Vorwürfe. "Wir machen eine Suchmaschine für Nutzer, nicht für Websites", sagt Julia Holtz, Leiterin für Wettbewerbsrecht bei Google.
 
Zudem haben mehrere Anbieter Strafanzeigen gegen Google eingereicht, unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Computerbetrugs. Dabei geht es um die Werbepreise des Internetkonzerns. Die Unternehmen hatten Werbung bei Google gebucht, um ihre Platzierung in den Suchergebnissen zu verbessern. Daraufhin habe der Suchmaschinenbetreiber die Werbepreise um das bis zu 26-fache erhöht. Google sagt, dies sei "Ergebnis eines automatisierten Ablaufs". dh
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