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13.11.2008

Online-Strategie

von Bettina Neises,
Redakteurin Ressort Medien

WAZ-Mediengruppe plant Zukäufe im Internet


Katharina Borchert plant Zukäufe im Netz 

Katharina Borchert plant Zukäufe im Netz

Die Essener WAZ-Mediengruppe will ihre Position im Netz stärken. Hierfür geht Online-Chefin Katharina Borchert ein Thema an, das der Zeitungsriese bisher komplett vernachlässigt hat: Akquisitionen im Online-Segment. „Wir müssen selbstverständlich über Zukäufe nachdenken. Hierbei orientieren wir uns stark an unseren Kernkompetenzen", verrät Borchert gegenüber HORIZONT.NET.
 
Zudem will sie die bestehenden WAZ-Marken im Internet stärken. Potenzial für Wachstum im Web sieht sie unter anderem bei zahlreichen Zeitschriftentiteln des Verlags. Auch das vor rund einem Jahr gestartete Internetportal Der Westen soll kräftig ausgebaut werden. „Damit werden wir in absehbarer Zeit unsere Vorgabe erreichen, die Nummer 1 in Nordrhein-Westfalen zu sein", betont Borchert. Unter anderem steht der Relaunch des Video-Bereichs an. Um das Bewegtbildangebot inhaltlich auszubauen, werden vor allem im Lokalen künftig mehr Printredakteure im Umgang mit der Kamera geschult. Zudem wird voraussichtlich in vier bis sechs Wochen eine Handy-Version von Der Westen starten. Der Ausbau soll der Vermarktung neuen Schub verleihen. Ziel ist, spätestens im übernächsten Jahr schwarze Zahlen zu schreiben.
Von den geplanten Umstrukturierungen der Print-Redaktionen in NRW ist Der Westen indirekt betroffen, da das Portal sehr stark von der lokalen Kompetenz der Tageszeitungen lebt. Dennoch sieht Borchert die Veränderungen in erster Linie als Chance: „Man kann über Formen der Zusammenarbeit zwischen Print und Online neu nachdenken und die crossmedialen Workflows erheblich verbessern." bn
 
Mehr zu der Online-Strategie der WAZ-Mediengruppe lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 46/2008, die am heutigen Donnerstag erscheint.
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Klaus Müller sagte am 13.11.2008 um 20:57

PR-Artikel

Über Ihren PR-Artikel über Frau Borchert habe ich herzlich gelacht. Er gipfelte in einer Grafik, die den Verdacht nahelegt, der Westen habe seine Zugriffszahlen nahezu verdoppelt. Netter Versuch, aber leider völlig abwegig. Nachdem der Westen die zunächst die Zugriffszahlen der Einzeltitel auf fast die Hälfte minimierte, hat er mittlerweile langsam wieder das frühere Niveau erreicht. Dank massiver Schaltung von Google-Ads. Laut IVW-Zahlen wir hat DerWesten im August 2008 41 Millionen Seitenabrufe (PI) erreicht. Im Vergleich dazu zählten die Webseiten der fünf Einzeltitel WAZ, NRZ, WR ,WP und IKZ im August 2007 36 Millionen PI, im August 2006 25 Millionen, im August 2005 17 Millionen. Mit einer einfachen Regressionsanalyse ist festzustellen, dass DerWesten sich damit ca 2 Mio PI unter dem Mittelwert befindet, den die Einzeltitel bei kontinuierlichem Wachsum heute zusammen haben dürften. Damit liegt DerWesten weit unter der Marke von Branchenführer rp online (50 Millionen PI) und der Zielmarke von 80 Millionen PI, die intern kommuniziert wurde. Das bedeutet: Trotz erheblicher finanzieller und personeller Anstrengungen hat DerWesten es nicht geschafft, die Zugriffszahlen der WAZ-Gruppe in NRW wesentlich zu steigern. Im Gegenteil. Kein Wunder, dass Frau Borchert jetzt shoppen gehen muss.

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