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26.05.2009
United Internet übernimmt DSL-Geschäft von Freenet
Es ist vollbracht: Nach einer jahrelangen Hängepartie wird sich Freenet endlich von seinem defizitären DSL-Geschäft trennen. Käufer ist ausgerechnet United Internet. Der Mutterkonzern von Web.de, 1&1 und GMX hatte sich schon in den vergangenen Jahren mehrfach vergeblich um die DSL-Sparte des Büdelsdorfer Wettbewerbers bemüht. Der Deal war unter anderem aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem inzwischen ausgeschiedenen Ex-Freenet-Chef Eckhard Spoerr und United-Internet-Chef Ralph Dommermuth gescheitert.
Dass beim Freenet-Konzern, der sich in seiner neuen Kampagne nun unter der Marke Mobilcom Debitel als Mobilfunk-Service-Provider positioniert, seit April der neue Konzernchef Christoph Villanek am Ruder ist, hat die Verhandlungen offenbar deutlich erleichtert. Das Ergebnis: Für die rund 700.000 DSL-Verträge von Freenet legt United Internet 123 Millionen Euro auf den Tisch. Laut Unternehmensangaben wird der Kaufpreis zu circa 70 Millionen Euro in bar sowie mit 4.583.500 United-Internet-Aktien erfüllt.
„Heute ist ein großer Tag für Freenet und United Internet", sagt United-Internet-Chef Ralph Dommermuth. "Neben der Übernahme der DSL-Kundenverträge begründen wir eine langfristige Vertriebspartnerschaft und sichern der 1&1 Internet AG so den Zugang zu einem der leistungsstärksten Vertriebskanäle Deutschlands." Ziel sei es, in den nächsten 5 Jahren circa 500.000 DSL-Kunden zu gewinnen.
Auch Freenet-Chef Christoph Vilanek bewertet den Deal als großen Erfolg: „Mit dieser Transaktion setzen wir weiterhin konsequent unsere Strategie zur Konzentration auf Mobilfunk und mobiles Internet um. Gleichzeitig können wir uns nun noch stärker darauf fokussieren, die neue Marke Mobilcom Debitel im Markt zu etablieren." mas
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