Web 2.0
26.06.2009
Tod von Michael Jackson löst Twitterboom aus
Mit gerade einmal 50 Jahren starb Michael Jackson gestern Abend an Herzversagen. Sein Tod dominierte das Twitter-Rauschen. Im Sekundentakt wurde Trauer, Betroffenheit und Fassungslosigkeit kommuniziert. Der Begriff "Michael Jackson" kletterte weltweit innerhalb von Minuten an die Spitze: Bis zu 5.000 Eintragungen pro Minute. Mehr Tweets zu einem Thema gab es zuletzt bei der Wahl von Barack Obama im November 2008.
Selbst der britische Außenminister David Miliband zwitscherte zu den Todesmeldungen: "Noch nie ist jemand so hoch geflogen und so tief gefallen", schrieb er. "Wir registrierten eine sofortige Verdoppelung der Tweets pro Sekunde", schreibt Twitter-Mitbegründer Biz Stone in einer Email-Antwort an die "Los Angeles Times". Deren Webseite "LA Times", die den Tod als eine der ersten meldete, hatte mit dem Useransturm zu kämpfen. Mit knapp 2,3 Millionen Zugriffen pro Stunde war die Seite lange Zeit blockiert. Die Wörter "Michael Jackson died" avancierten bei Google zum meist gesuchten Begriff.
Zahlreiche TV- und Radiosender reagieren mit Sonderprogrammierungen, Zeitschriften und Zeitungen mit üppigen Bild- und Textstrecken. So hat Sat 1 heute morgen das komplette Frühstücksfernsehen dem Tod des "King of Pop" gewidmet. Privat-TV-Marktführer RTL zeigt am Freitagabend um 20.15 Uhr in "Exklusiv-Spezial - Der Tod von Michael Jackson" eine Live-Sondersendung mit Promi-Moderatorin Frauke Ludowig. Sogar der Nachrichtensender N-TV gestaltet das Programm um und zeigt seit heute morgen um 6 Uhr halbstündlich unter dem Titel "Trauer um den King of Pop" Sondersendungen. jm
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