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28.10.2008

Studie: Web 2.0-Geschäftsmodelle haben noch relativ hohe Risiken


. Die Studie untersucht neue Geschäftsmöglichkeiten 

. Die Studie untersucht neue Geschäftsmöglichkeiten

Bislang wird die personalisierte Ansprache im Netz nicht angemessen kapitalisiert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Medien und Marken im Web 2.0 - Erlösmodelle für Medien in der digitalen Welt", die von Ernst & Young und Hubert Burda Media durchgeführt wurde und im Rahmen der Medientage München vorgestellt wird. „Es fehlen akzeptierte Standards, also eine gültige Währung", bemängelt Gerhard Müller, Partner und Head of Technology, Media & Entertainment, Telecommunications Germany bei Ernst & Young.
 
Für die Untersuchung wurden 18 Führungskräfte aus der Medienwirtschaft und Markenartikelindustrie befragt. Übereinstimmend betonen die meisten, dass die bisher verfolgten Erlöswege bei Weitem nicht den Umsatzgrößen klassischer, überwiegend reichweitenbasierter Vermarktungsmodelle entsprechen. Die gängigste Werbeform im Internet ist weiterhin das Werbebanner, ergänzt um Formate wie Layer, Skyscraper, Rectangles und Video-Ads. Weitere Erlösquellen sind Suchwortvermarktung, E-Commerce und Paid Content.
 
Als Treiber der künftigen Rolle von Werbung als Erlösform sehen die Befragten die Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten. Es sei zu erwarten, dass in den kommenden Jahren die Bereiche „Suchwortanzeigen" und „Partner-Netzwerke" deutlich höhere Wachstumsraten aufweisen werden. Darüber hinaus wird der Unterhaltungsfaktor von Onlinewerbung als sehr relevant für die Wirksamkeit eingestuft. Dies spreche für verstärkte Bewegtbild-Werbung im Netz.
 
Allerdings schätzen viele die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken von Web-2.0-Geschäftsmodellen noch als relativ hoch ein. Die Gründe hierfür: Business-Modelle sind teils unklar definiert und nicht langfristig angelegt. Zudem sind die Anschaffungs- und Betriebskosten für Technik hoch. se

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (6)
alex sagte am 28.10.2008 um 11:59

"Die gängigste Werbeform im Internet ist weiterhin das Werbebanner"

was ist das, die 2008er Ausgabe von "stating the obvious"? Die Veröffentlichung solcher Banalitäten als "Studie" ist ja schon grenzwertig genug, dass man das hier dann unreflektiert wiederkäut ist irgendwie schon wieder amüsant...
Dieter Schneider sagte am 28.10.2008 um 15:16

18 Führungskräfte?

Was ist das für eine Umfrage? 18 Personen, auch noch aus zwei Lager, machen Meinung. Ich kann Ihnen 20 Führungskräfte nennen, die wie unser Herr Wirtschaftsminister das Internet Ihrer Sekretärin überlassen. Wie kann man auf dieser Basis Ergebnisse präsentieren und die als Medium auch noch veröffentlichen?
Karl sagte am 28.10.2008 um 15:31

Web 2.0 Geschäftsmodelle

Aus einem anderen Blickwinkel und weitaus interessanter als längst bekanntes nochmal neu zu verpacken ist die Diplomarbeit von Daniel Verst. Titel: Auswirkungen nutzergenerierter Inhalte - Wie neue Interaktivitätsmöglichkeiten Markttransaktionen ändern. Download unter: http://www.box.net/shared/2fsqbkmvvq
Horst-Folker Nollenberger sagte am 28.10.2008 um 18:09

PR vs. Journalismus

Wieder ein gutes Beispiel dafür, das Medien nicht zur Abspielstation billiger PR-Heischerei werden dürfen. Schlimm genug, das Unternehmen solche Pseudo-Untersuchungen veröffentlichen, um Gratis-Werbung einzusacken. Aber der Journalismus ist genauso gefragt auf so einen Unsinn nicht einzugehen, egal wer dahintersteckt. Besonders wenn der Inhalt auch noch solch ein Quatsch ist!
ralf schwartz, mediaclinique sagte am 29.10.2008 um 10:33

Wir sind Ernst & Young und wir brauchten das Geld!

"Anschaulich zeigen Burda, Ernst & Young und 18 sogenannte Medienmanager und Markenartikler, wie weit sie hinter der aktuellen Medien- und Web2.0-Entwicklung zurück sind." http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2008/10/ernst-young-studie.html
michael schubert sagte am 29.10.2008 um 17:19

michael schubert

ich denke, dass nicht nur die technischen Möglichkeiten ein wesentlicher Treiber sind sondern auch die Datenschutzbestimmungen - oder die Bereitschaft der Nutzer (Targeting-relevante, persönliche) Daten zur Verfügung zu stellen mit dem Wissen, dass diese auch kapitalisiert werden.

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