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28.10.2009

Studie: Misserfolg der Unternehmen im Social Web ist hausgemacht


Trotz steigender Budgets für Marketingaktionen im Social Web bleiben deutsche Marketer bisher erfolglos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Brand Science Institute (BSI), bei der 40 bekannte Marken in mehr als 1.100 Befragungen von Konsumenten und Mitarbeitern beurteilt wurden.
 
Den Misserfolg haben die Unternehmen allerdings wohl selbst zu verantworten. In Dreiviertel aller untersuchten Unternehmen konnten erhebliche Schwächen bei der Planung, Ausführung und Betreuung von Social Media Aktivitäten identifiziert werden. Mangelndes Verständnis über die Wirkungsweisen von Kampagnen im Social Web und nicht definierte Verantwortlichkeiten, stellen laut Studie die hauptsächlichen Misserfolgsfaktoren dar.
 
So seien in fast allen untersuchten Unternehmen bisher keine definierten Positionen für Social Web Aktivtäten erkennbar. Auf der anderen Seite konnten in Einzelinterviews mit den jeweiligen Beauftragten, immer wieder eine übertriebene Erwartungshaltung an den Erfolg der Social Web Aktivitäten aufgedeckt werden. „
 
Viele Unternehmen denken, dass sie mit ihren Social Media Aktionen gleich beim ersten Mal alle Erfolgsrekorde brechen und virale Kampagnen erzeugen“, so Nils Andres, Geschäftsführer des Brand Science Institute. „Verkannt wird aber, dass Social Media intern und extern als dauerhaftes Engagement mit den Konsumenten angesehen werden muss, um erfolgreich zu sein. Unsere Ergebnisse zeigen, dass viele kleine Aktionen meist wirkungsvoller sind, als die eine große Kampagne“, erklärt Andres. ork

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (4)
Klaas Kramer sagte am 28.10.2009 um 18:35

Mich wundert's, ...

...dass sich darüber jemand wundert. "Social Media" und "Kampagnen" passen zusammen wie Feuer und Wasser. Was ein Großteil der Manager als Ursache konstatiert, zeigt wie schwer es ist, das Wesen der Netzwerkkommunikation zu verstehen, wenn man an hierarchische und instrumentelle Kommunikation gewohnt ist. Aber Ihr werdet es lernen müssen.
Jürgen Christ sagte am 29.10.2009 um 19:32

Social Media wird oft als Wunderwaffe missverstanden

Manche Unternehmen, die bei mir nach Social Media Coaching anfragen, erwarten wahrhaft Wunder. Vor allem dann, wenn ihre alten Strategien versagen - die nicht nur auf Social Media beschränkt sind. Es ist wie @Klaas schrieb, ein Umdenken erforderlich. Dialog - der mit Zuhören beginnt - als dauerhafte Strategie. Ob das für beispielsweise Gasversorger o.ä. Unternehmen ohne echten Wettbewerb zutrifft, wage ich zu bezweifeln. Social Media ist eben (derzeit) einfach nicht für jedes Unternehmen geeignet!
Klaas Kramer sagte am 30.10.2009 um 12:17

Wer hat die Macht in Social Media?

Social Media wird vor allem dann missverstanden, wenn Unternehmen glauben, dass sie dort die "Macht" übernehmen können. Eine "Wunderwaffe" ist es allenfalls für frustrierte Kunden und enttäuschte Fans. Grundlegende Lektion: In Social Media hat die Masse der beteiligten Menschen Macht, nicht das teilnehmende Unternehmen. Eine einmalige Chance ist es aber, sich daran zu beteiligen: Marktforschung und Marktkommunikation in einem -- aber eben nicht instrumentell! @Jürgen Christ: Solange Gasversorger o.a. Monopolisten sich Zwangskunden leisten können, kann denen tatsächlich egal sein, wie sehr man sie hasst. Unternehmen, die nicht gleichgültig lassen, sind längst in Social Media. Denn wenn sie sich nicht selbst beteiligen, werden sie von den Menschen dort reingeholt. Vielleicht hilft es, den Verantwortlichen klarzumachen, dass sie -- wenn sie das Thema Social Media ignorieren -- "Opfer" sind. Es wird dann eben über sie kommuniziert (und gelästert) wie eben über jemanden kommuniziert wird, der nicht anwesend ist.
Matt sagte am 30.10.2009 um 13:37

Du bist die Generation Upload!

( ... aber wir sagen Dir was Du von unserer Marke denken sollst!) #fail

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