28.02.2008
Networks
StudiVZ launcht Community MeinVZ.net
Seit heute Nacht ist die seit Wochen erwartete neue Community des Berliner Internetunternehmens StudiVZ online. MeinVZ.net wird oberhalb von StudiVZ.net angesiedelt und bietet „das digitale Zuhause für alle, die nicht (mehr) studieren“. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Holtzbrinck-Tochter die Plattform SchülerVZ gelauncht, die das Angebot nach unten hin abdeckt.
MeinVZ wird eng mit StudiVZ verzahnt. Eine Vernetzung zu SchülerVZ gibt es aus Gründen des Jugendschutzes nicht. Im Gegensatz zu StudiVZ enthält MeinVZ erweiterte Möglichkeiten, die eigenen Karrierestationen darzustellen. Die Gruppen werden nach Regionen gebildet und nicht nach Hochschulen. „Außerdem enthält MeinVZ neue Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre“, sagt StudiVZ CEO Marcus Riecke. So müssen die Mitglieder künftig zum Beispiel zustimmen, wenn sie auf Fotos anderer Mitglieder verlinkt werden.
In den nächsten Wochen sollen weitere neue Tools auf der Seite hinzukommen. Damit die Mitglieder auch Freunde aus dem Ausland einladen können, steht die Seite zudem auf Englisch bereit. Sollte sich herausstellen, dass die englische Seite von MeinVZ überdurchschnittlich stark aus bestimmten Ländern heraus genutzt wird, kann sich COO Michael Brehm auch vorstellen, im Ausland ein Portal anzuschieben. Riecke sieht einiges Potenzial für die Community, die sich zuerst über Einladungen von StudiVZ-Mitgliedern aufbauen soll. Derzeit zählt StudiVZ.net über 5 Millionen Mitglieder, davon dürften schon mehr als die Hälfte keine Studenten mehr sein.
In einigen Wochen soll auch ein Umzug der StudiVZ-Mitglieder nach MeinVZ möglich sein. StudiVZ deckt mit der neuen Community die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen komplett ab. Auf SchülerVZ sind derzeit 3 Millionen Mitglieder registriert, über alle drei Marken hinweg sollen es bis Jahresende 14 Millionen sein. Die Vermarktung von MeinVZ soll erst starten, wenn auch die neue Community über signifikante Mitgliederzahlen verfügt. „Darüber wie, wir die Seite monetarisieren, machen wir uns dann Gedanken“, sagt Riecke. Wie auch SchülerVZ und StudiVZ zeichnet die ebenfalls zu Holtzbrinck gehörende GWP dafür verantwortlich. Holtzbrinck hatte 2006 dem Vernehmen nach rund 85 Millionen Euro für das Internetunternehmen hingeblättert.
Mehr dazu in Horizont 9/2008 vom 28. Februar 2008
- Digital 15. Februar 2008: StudiVZ weiter unter Beschuss
- Digital 1. Februar 2008: WPP-Chef Sorrell attackiert Social Networks
- Digital 21. Januar 2008: Facebook-Vize Cohler schließt Übernahme von StudiVZ nicht aus
- Digital 18. Januar 2008: StudiVZ bleibt GWP treu
- Digital 9. Januar 2008: IVW Online: SchülerVZ steigt auf Platz 2 ein
- Digital 9. November 2007: StudiVZ enteilt der Konkurrenz
Weitere Nachrichten aus Digital vom 28.02.2008:
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