Online-Werbung
18.11.2010
Ranking: Facebook setzt sich im deutschen Display-Markt weiter ab
Facebook dominiert immer deutlicher den Markt für Display-Werbung in Deutschland. Lag Mark Zuckerberg mit seinem Netzwerk im vorangegangenen Quartal nur ganz knapp vor der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, so kann sich Facebook im 3. Quartal deutlich absetzen. Laut den Marktforschern von Comscore sind hierzulande zuletzt 8,3 Prozent aller grafischen Werbeelemente auf Facebook erschienen. Das entspricht rund 15,6 Milliarden Display-Ad-Impressions. Unter dem Begriff Display-Werbung fasst Comscore sowohl statische Ads wie Bild-Text-Kombinationen als auch Rich-Media-Ads zusammen. Insgesamt empfingen deutsche Internetnutzer im 3. Quartal über 188 Milliarden Ads.
Holtzbrinck landet mit deutlichen Abstand auf dem zweiten Rang. Mit ihren Netzwerken SchülerVZ.net, StudiVZ.net und MeinVZ.net kommt die Verlagsgruppe auf einen Marktanteil von 4,6 Prozent bei 8,73 Milliarden ausgelieferten Online-Werbeanzeigen. Noch im 2. Quartal lagen die beiden fast gleich auf. Damals führte Facebook knapp mit 6 Prozent (11,1 Milliarden) vor Holtzbrinck mit 5,9 Prozent (10,9 Milliarden). In diesem Quartal lag die Gesamtzahl der Display-Ads bei 185 Milliarden.
Der Bronzerang bei den Publishern von Online-Werbung geht an die Internet-Community Jappy mit 4,4 Prozent (8,24 Milliarden). Damit ist eine Mehrheit der Display-Ads auf sozialen Plattformen geschaltet worden. "Social Networking Seiten ziehen nach wie vor Nutzer und Werbetreibende an und so ist es nicht verwunderlich, dass die top drei Publisher in Deutschland Social Media Seiten sind", so Peter Bernschneider, Account-Manager von Comscore Deutschland.
Für die Deutsche Telekom bleibt der vierte Rang. Der Telekommunikationsriese kommt auf einen Marktanteil von 4,3 Prozent bei 8,08 Milliarden Ad-Impressions.
Erfolgreichster Display-Werber ist Telefónica Europe. Der Konzern, zu dem die Marken O2 und Alice gehören, führt das Ranking mit rund 3,39 Milliarden betrachteter Ads an, dicht gefolgt von der Deutschen Telekom mit 3,38 Milliarden Ad-Impressions. Platz 3 erreicht die United-Internet-Tochter 1&1 mit 2,62 Milliarden. jm
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