Web-Dienstleister
07.10.2008
Pixelpark pumpt sich wieder Geld
Die Finanzlage des Internetdienstleisters Pixelpark ist offenbar noch prekärer als bisher angenommen. Nur eine Woche nach Bekanntgabe der enttäuschenden Halbjahreszahlen hat der Vorstand nun die Ausgabe einer weiteren Wandelschuldverschreibung in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro beschlossen.
Pixelpark hatte sich erst am 18. September 3,3 Millionen Euro geliehen, um die nötige Restrukturierung finanzieren zu können. Diese ist dringend nötig. Denn wie der Vorstand im Halbjahresbericht selbst schreibt, könnte eine Verzögerung der Umbaumaßnahmen eine "angespannte Liquidität" ergeben. In der Folge könnte der Bestand des Konzerns "gefährdet bzw. die Entwicklung wesentlich beeinträchtigt werden".
Der Analyst Alexander Braun sieht das anders: Nach seinen Berechnungen ist höchstens eine schwarze Null möglich, selbst dann wenn sich Pixelpark von der defizitären Systemtechnologie-Sparte trennt und die Holding-Kosten deutlich reduziert. Als Grund nennt Braun die geringe EBITDA-Marke von 1,4 Prozent in der Kommunikationssparte sowie die hohen Zinsbelastungen, die sich aus den besagten Wandelschuldverschreibungen und einer Kreditlinie bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank ergeben. brö
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