Mobile Advertising
19.02.2010
Neues Preismodell: O2 will Umsätze mit mobiler Werbung verdreifachen
Telefónica O2 greift im Markt für mobile Werbung an. Das Münchner Unternehmen lockt Markenartikler ab sofort mit einem neuen Angebots-Modell, das neben erweiterten Platzierungs- und Targetingoptionen vor allem eines verspricht: Günstigere Preise.
Wie Wolfgang Wallauer, Chef der im vergangenen Sommer gegründeten Einheit Advertising Services, im Gespräch mit HORIZONT.NET erläutert, will O2 damit den Weg für ein deutliches Wachstum ebnen. "Das neue Preismodell trägt den Anforderungen unserer Kunden Rechnung", sagt Wallauer, der daher 2010 auf ein sattes Plus hofft: "Wir rechnen mit bis zu einer Verdreifachung der Umsätze." Im Jahr 2009 hatte Telefónica O2 einen einstelligen Millionenbetrag erzielt.
Das neue Angebotsmodell ist auch mit einer Preissenkung verbunden. So mussten Kunden bislang für eine Top-Platzierung einen TKP von 50 Euro berappen. Ab sofort kostet das 10 Euro weniger - und das, obwohl die Targetingmöglichkeiten verbessert wurden. Begründet wird die Preissenkung um 20 Prozent unter anderem mit der allgemeinen Entwicklung am Werbemarkt. "Der Preisverfall im Markt für Online-Werbung hat dazu geführt, dass Kunden auch bei mobiler Werbung verstärkt Rabatte nachfragen", berichtet Wallauer.
Obwohl sich die mobile Werbung dem Preisrutsch nicht ganz entziehen kann, ist Wallauer davon überzeugt, dass Mobile Marketing in diesem Jahr deutlich an Fahrt gewinnen und gegenüber anderen Mediengattungen Boden gut machen wird. "Mobile Werbung hat sich schon jetzt als fester Bestandteil im Mediamix vieler Unternehmen etabliert und wird angesichts der stark ansteigenden Nutzung des mobilen Internet noch weiter an Bedeutung gewinnen", so Wallauer. Das soll sich auch bei der Reichweite des eigenen Portfolios bemerkbar machen. Nach Einschätzung von Wallauer werden die Klicks in diesem Jahr massiv ansteigen. 2009 summierten sich die Ad-Impressions der von O2 vermarkteten mobilen Portale auf rund 13 Millionen.
Als weiteres Argument für die Aufholjagd der Handywerbung führt Wallauer die vergleichsweise geringen Streuverlusten an: "Wir bieten ein anonymisiertes Targeting nach Alter, Postleitzahl und Geschlecht und sind so in der Lage, Werbebotschaften sehr genau auszuliefern." Das Ergebnis sind Klickraten, die zwischen 1,5 Prozent und 2,5 Prozent liegen - nach Einschätzung Wallauers ist das in etwa das Zehnfache von dem, was bei Online-Kampagnen im Schnitt erzielt wird. mas

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