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Musikdienst Spotify startet morgen in Deutschland



Am 13.3. startet Spotify endlich auch in Deutschland

Am 13.3. startet Spotify endlich auch in Deutschland

Es ist soweit: Spofify kommt nach Deutschland. Schon morgen wird der Musikstreamingdienst hierzulande starten. Wie in den anderen 12 Ländern, in denen Spotify bereits präsent ist, wird es auch in Deutschland drei Versionen geben – von kostenfrei bis hin zum Premium-Zugang. HORIZONT.NET hat mit Jeff Levick, Chief Sales and International Growth von Spotify, über den Deutschlandstart gesprochen.

 
In Schweden gegründet, ist Spotify bereits in zwölf Ländern online. Nun kommt Deutschland als 13. Land dazu. „Weil Deutschland so ein wichtiger Markt für uns ist, wollten wir sicherstellen, die beste Version von Spotify anzubieten, die wir anbieten können“, begründet Levick das lange Zaudern. Drei Dinge seien einmalig beim Deutschland-Launch: Spotify startet hierzulande mit 16 Millionen Tracks – das sind mehr als in jedem Land zuvor. Außerdem ist es der erste Launch, bei dem eine Facebook-Mitgliedschaft ein Muss ist: Das Log-in erfolgt über den Account bei dem sozialen Netzwerk – eine Kooperation, die seit September 2011 besteht. Und Deutschland ist auch das erste Land, in dem von Beginn an lokale Publisher und Entwickler mit eigenen Applikationen dabei sind.
Jeff Levick 

Jeff Levick

Neben Musikmagazinen wie „Intro“ und „Visions“ sind auch der Berliner Blog „Mit Vergnügen“, der Ticketdienst Eventim sowie Tape.tv mit eigenen Apps vertreten. „Wir sind ein Musikdienst, der es Partnern ermöglicht, Nutzern unter dem Dach von Spotify interessante, neue Dinge anzubieten“, kommentiert Levick diese Entwicklung. So können Nutzer in der „Intro“-App quasi das Musikmagazin online lesen, eigens erstellte Playlists anhören und so mehr über die Musik aus dem Heft erfahren.
 
Dass es so lange gedauert hat, Spotify in Deutschland zu starten, hat laut Levick mehrere Gründe: Da wären zum einen die Lizenzen, die das Unternehmen von den Musiklabels bekommt. Und auch mit der GEMA musste eine Einigung gefunden werden. „Wir müssen sichergehen, dass wir die Industrie als Partner an unserer Seite haben – und dazu gehört auch immer, die Rechtslage zu klären“, so Levick. Außerdem wollte das Unternehmen zur richtigen Zeit mit dem richtigen Produkt starten – und das sei erst jetzt möglich gewesen. Damit das Streamen von Musik ohne Verzögerung möglich ist, muss viel technischer Aufwand betrieben werden. Außerdem ist eine gewisse Masse an Songs nötig. Beides hat Spotify, so Levick. Und damit ist das legale Angebot auch eine attraktive Alternative zu illegalen Downloads: „Um Piraterie zu bekämpfen, musst du besser sein als die Piraten“, sagt Levick.
 
Ob Spotifty profitabel arbeitet, will Levick nicht verraten. Geld verdient der Streamingdienst auf zwei Arten: Zum einen gibt es drei Stufen der Mitgliedschaft. Der kostenlose Zugang ist werbefinanziert – und Anzeigen somit einer der beiden Erlösströme. Ergänzend gibt es zwei kostenpflichtige Zugänge, Spotify Unlimited für 4,99 Euro im Monat und Spotify Premium für 9,99 Euro im Monat. Während der günstigere Zugang einen unlimitierten Zugang zu Musik ohne Werbung ermöglicht, bekommen Nutzer des Premium-Pakets zusätzlich die Möglichkeit, auch über ihr Handy oder offline Musik zu hören.
 
Ein Ziel zu Nutzerzahlen oder Umsatz nennt Levick nicht. Allerdings spricht er von Langzeit-Erwartungen – und macht damit klar, dass Spotify längerfristig in den deutschen Markt investiert. Dazu gehört auch ein eigenes Büro mit Sitz in Berlin, in dem derzeit zwar noch eine einstellige Zahl an Angestellten arbeitet – doch hier soll in den kommenden Wochen kräftig aufgestockt werden, vor allem im Sales-Bereich.
 
Weltweit hat Spotify mehr als 3 Millionen zahlende Abonnenten, insgesamt sind über 10 Millionen Nutzer registriert. In Schweden hat bereits jeder dritte Einwohner einen Zugang, wie Levick erzählt, und die Anzahl der zahlenden Nutzer liegt mittlerweile über der Anzahl der Nutzer, die die kostenfreie Version nutzen. sw
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