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19.08.2009

Mobile Marketer Yoc steigert Umsatz um fünf Prozent


Yoc-Chef Dirk Kraus 

Yoc-Chef Dirk Kraus

Die Mobile-Marketing-Agentur Yoc hat ihren Wachstumskurs deutlich verlangsamt. Die Berliner steigerten ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2009 um knapp 5 Prozent auf 12,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch eine Umsatzverdoppelung verzeichnet, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Außerdem hatte damals der neue Geschäftsbereich Mobile Advertising (Banner-Werbung auf mobilen Endgeräten) unverhältnismäßig stark zugelegt. Ferner trieben neue Unternehmenstöchter die Erlöse in die Höhe. "50 Prozent unseres Wachstums waren unorganisch", erklärt CEO Dirk Kraus.
 
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wuchs das Segment Mobile Marketing mit einem Plus von 15,4 Prozent am stärksten. Die Teilsparte Mobile Advertising legte um 10 Prozent zu. In den Bereichen Affiliate-Marketing und B-to-C-Services reduzierten sich die Umsätze dagegen um 4,4 beziehungsweise 27,1 Prozent. Die Verluste im B-to-C-Bereich erklärt Kraus mit dem Einbruch des Geschäfts im Hauptmarkt Belgien, wo ein neues Gesetz den Vertrieb von mobilem Content erschwerte. Im Affiliate-Marketing musste Yoc den Verlust der Kunden Telekom und Vodafone verkraften, deren Verträge ausliefen. 
Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war rückläufig. Es sank um rund 42 Prozent auf 719.000 Euro (2008: 1,23 Millionen Euro). Die Ebitda-Marge fiel von 10,5 auf 5,8 Prozent. Bereinigt um Einmalaufwendungen wie das Uplisting in den Prime Standard beläuft sich das Ebitda auf 1,1 Millionen Euro und die Marge auf 8,6 Prozent. Die liquiden Mittel halbierten sich auf 2,3 Millionen Euro. Dagegen stieg die Zahl der Mitarbeiter um rund 35 Prozent auf 173.
 
Wichtigster Markt war Deutschland mit einem Umsatz von 10,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Auslandsgeschäft schrumpfte dagegen um 14,1 Prozent 1,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet CEO Dirk Kraus Umsatzerlöse in Höhe von 25 Millionen Euro nach 23,6 Millionen Euro 2008. Wachstumstreiber seien die steigende Verbreitung von Smart Phones und die zunehmenden Übertragungsgeschwindigkeiten. brö
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Verwirrt sagte am 19.08.2009 um 20:53

Warum sehen es die Kollegen vom Börsenfach anders?

Die ARD-Börsen-Kollegen sehen die Meldung aber anders: Quelle: www.ard.de Bei Yoc bröckelt der Gewinn Werbung per SMS ? das ist nur eine der Werbeformen, die Yoc anbietet. Damit lässt sich auch in der Krise Geld einnehmen. Yoc stellt in seiner Unternehmensmitteilung das Wachstum heraus ? unterschlägt aber den rückläufigen Gewinn. Mobile Marketing ? das steht für vieles: So hat Yoc beispielsweise auch das mobile Portal der CDU für den Bundestagswahlkampf realisiert. Dort gibt es für den User aktuellen Nachrichten und Hintergrundinformationen auch Links zu Web-2,0-Angeboten wie Twitter oder Flickr. Yoc hat nach eigenen Angaben mehr als 350 Mobilportale großer Unternehmen wie Aral, Web.de, T-Online und FAZ.net entwickelt. Auf Werbung versteht sich Yoc, das Unternehmen lobt vollmundig seine "positive Zwischenbilanz" der ersten sechs Monate. So konnten fünf Prozent mehr umgesetzt werden, der Umsatz lag im ersten Halbjahr bei 12,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 0,7 Millionen Euro, und sogar bei 1,1 Millionen, wenn man Einmalkosten für den Wechsel in den Prime Standard der Deutschen Börse weg lässt. Was die Unternehmensmitteilung, die heute verbreitet wurde, nicht verrät: Das Ebitda ist stark rückläufig. Der Gewinn ebenso. YOC AG INHABER-... 12.80-0.70-5.18%Yoc-Aktie gibt nach Um das zu erfahren, muss man in den Geschäftsbericht schauen. Der zeigt: Das Ebitda sank um 42 Prozent, der Nachsteuergewinn sogar um 62 Prozent auf 142.000 Euro. Dabei heißt es doch im Geschäftsbericht: "Die YOC AG sieht eine transparente Finanzmarktkommunikation als wichtigen Schlüssel für die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes." An der Börse reagiert man wenig begeistert. Die Yoc-Aktie verliert heute sieben Prozent. Zukauf in Großbritannien Im Geschäftsbericht erklärt Yoc den Gewinnrückgang mit den erwähnten Einmalaufwendungen und dem Ausbau der Geschäftstätigkeit. Das Unternehmen hat den britischen Mobile Marketing und Mobile Internet Anbieter Bluestar Mobile für 1,9 Millionen Euro gekauft. Yoc hofft, dass sich die positive Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre auch im Geschäftsjahr 2009 fortsetzen wird. Erwartet wird ein Umsatz von mindestens 25 Millionen Euro nach 23,6 Millionen im Vorjahr. Mittelfristig wird eine zweistellige Ebitda-Marge angestrebt. Im ersten Halbjahr lag die ? um Sonderausgaben bereinigte ? Marge bei 8,6 Prozent. bs

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