HORIZONT.NET
12.02.2008

Übernahmeschlacht

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Microsoft lässt Yahoos Absage kalt


Yahoo hält nichts von einer Ehe mit Microsoft 

Yahoo hält nichts von einer Ehe mit Microsoft

Der Software-Konzern Microsoft will sich trotz der offiziellen Ablehnung des Übernahmeangebots durch die Yahoo-Führung nicht vom Kauf des Internetkonzerns abhalten lassen.
 
Die Absage von Yahoo sei "bedauerlich", lässt Microsoft wissen. Der Konzern wolle den Kauf aber dennoch durchsetzen. Auch ein feindlicher Übernahmekampf gegen die Yahoo-Führung wird nicht ausgeschlossen. Zu einer möglichen Erhöhung der von Yahoo als "zu niedrig" kritisierten Offerte äußert sich Microsoft bislang nicht.
 
Microsoft ist eigenen Angaben zufolge nach Gesprächen mit Aktionären beider Unternehmen zuversichtlich, dass ein Weiterverfolgen des Vorhabens "im besten Interesse aller Parteien" sei. Microsoft werde alle für eine Umsetzung des Vorhabens nötigen Schritten unternehmen. "Die Antwort von Yahoo ändert nichts daran, dass wir von den strategischen und finanziellen Vorzügen unseres Angebots überzeugt sind", heißt es in einer offiziellen Erklärung des Konzerns. Microsoft will mit dem Kauf von Yahoo insbesondere die Vormacht seines Wettbewerbers Google bei der Internetsuche und im Onlinewerbemarkt beenden.
 
Microsoft hatte Anfang des Monats 31 Dollar je Yahoo-Aktie geboten und das Unternehmen so ursprünglich mit umgerechnet 30 Milliarden Euro bewertet. Dieses Angebot wurde von Yahoo kürzlich als zu niedrig bewertet. Analysten halten ein höheres Angebot von Microsoft angesichts der prall gefüllten Kassen des Konzerns für denkbar.
 
Yahoo prüft unterdessen Allianzen mit anderen Internetkonzernen, um sich gegen eine Übernahme durch Microsoft zu schützen. Als potenzielle Partner sind unter anderem AOL, Disney und sogar Google im Gespräch.
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Peter sagte am 12.02.2008 um 12:01

FAlsche Microsoft-Strategie

Was ich überhaupt verstehe: Warum hat Microsoft nicht einfach noch ein bisschen gewartet, bis Yahoo so richtig am Boden liegt - um dann zuzugreifen!? Wäre Herrn Ballmer bestimmt billiger gekommen als das jetzt zu erwartende langwierig/langweilige Gefeilscche.

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