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Kolle Rebbe schiebt Werbekampagne für Google+ an




Damit aus Google+ endlich mehr wird als eine "virtuelle Geisterstadt", rührt Google für sein soziales Netzwerk nun die Werbetrommel: Mit einer groß angelegten Kampagne will das Unternehmen die Vorteile des neuen Dienstes präsentieren und so neue Nutzer gewinnen - ein Schritt, der dringend nötig ist.

 
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Nina und Thorsten, die zum ersten Mal Eltern werden und dieses Erlebnis mit Freunden und Familie über Google+ teilen. Dabei stehen vor allem die Privatsphäre-Einstellungen im Vordergrund: Einige Bilder wollen die beiden nur mit ihren Eltern teilen, andere dürfen auch Thorstens Fußballjungs sehen.
Kreiert wurde die Kampagne von Kolle Rebbe in Hamburg. Für die Mediaplanung sind OMD in Hamburg und Essence Media in London verantwortlich. Die Kampagne wird im März und April in privaten TV-Sendern, im Kino, in Tageszeitungen und Special-Interest-Zeitschriften sowie auf reichweitenstarken Onlineportalen geschaltet.
 
Die Werbeaktivitäten für das Netzwerk kommen zur richtigen Zeit, schließlich wurde Google+ erst diese Woche von einigen Medien - darunter auch dem "Wall Street Journal" - als "virtuelle Geisterstadt" bezeichnet. Grund hierfür ist eine aktuelle Comscore-Studie, die zeigt, dass die angemeldeten User Google+ kaum nutzen: Monatlich würden Google+-Nutzer nur drei Minuten pro Monat bei im sozialen Netzwerk verbringen (September bis Januar) - lächerlich wenig im Vergleich zu Facebook, wo Nutzer im gleichen Zeitraum sechs bis sieben Stunden surften.
 
Nach Angaben von Google-CEO Larry Page hat Google+ seit dem Start im Juni 90 Millionen Nutzer gewonnen. Offizielle Zahlen für Deutschland liegen nicht vor, jedoch gaben im November bei einer Bitkom-Studie sechs Prozent der deutschen Internetnutzer an, bei Google+ angemeldet zu sein.
 
Sicherlich, Google+ ist das am schnellsten gewachsene soziale Netzwerk aller Zeiten, doch von Facebooks 845 Millionen Nutzern ist es noch weit entfernt. Eine groß angelegte Kampagne könnte hier für mehr Zulauf sorgen - allerdings liegt es dann an Google, die neuen Nutzer auch auf der Seite zu halten, und das für länger als drei Minuten pro Monat. sw
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