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30.06.2009

Internetnutzer: Noch 21 Millionen Deutsche sind offline


Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D 21 und Geschäftsführer von Intel 

Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D 21 und Geschäftsführer von Intel

Der Anteil der Internetnutzer an der deutschen Gesamtbevölkerung ist im vergangenen Jahr um 4 Prozentpunkte auf 69,1 Prozent gestiegen. Weitere 4,3 Prozent der Deutschen planen, innerhalb der kommenden zwölf Monate online zu gehen. Das zeigt die Studie "(N)Onliner Atlas", die TNS Infratest im Auftrag der Initiative D 21 zum neunten Mal erhoben hat. Das Marktforschungsunternehmen befragt dafür jedes Jahr 50.000 Deutsche ab 14 Jahre in telefonischen Interviews.
 
Seit 2001 hat sich demzufolge die Zahl der Internetnutzer hierzulande fast verdoppelt: Vor acht Jahren waren erst 37 Prozent der Deutschen online. Inzwischen sind es fast 70 Prozent. "Aber 21 Millionen sind es eben noch nicht", sagt Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D 21 und Geschäftsführer von Intel.
Am höchsten ist die Verbreitung des Internets in Bremen, wo 74,2 Prozent der Bevölkerung das Netz nutzen. An zweiter Stelle folgt Berlin mit 73,3 Prozent Onlinern, auf Platz drei ist Baden-Württemberg mit einem Anteil von 72,6 Prozent Internetnutzern an der Gesamtbevölkerung. Unter dem deutschen Durchschnitt liegen Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie die ostdeutschen Flächenländer. Schlusslicht unter den Bundesländern ist Sachsen-Anhalt mit einer Onliner-Rate von 60,7 Prozent.
 
Unter den Jüngeren sind mehr Onliner als unter den Älteren. 97 Prozent der deutschen Schüler sind im Netz unterwegs. Die Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen weist einen Onlineranteil von 94,5 Prozent auf. Auch unter den 30- bis 49-Jährigen ist die Verbreitungsrate des Internets mit 85 Prozent mittlerweile recht hoch. Unter den über 50-Jährigen ist der Anteil der Onliner mit 44,9 Prozent zwar vergleichsweise gering, er vergrößerte sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch um mehr als drei Prozentpunkte.
 
Betrachtet man die Internetnutzung der Erwachsenen nach Bildungsstand, fällt auf, dass zwar unter den formal höher Gebildeten (Abitur) die Onlinerrate bei hohen 87,5 Prozent liegt. Die Gruppe derjenigen mit Volks- und Hauptschulabschluss verzeichnet aber die höchste Zuwachsrate an Onlinern: 52,7 Prozent unter ihnen sind im Netz, im Vorjahr waren es noch 47,4 Prozent.
 
Unter den Männern sind mehr Internetnutzer als unter den Frauen: 76,1 Prozent der männlichen Bevölkerung sind online, unter der weiblichen Bevölkerung sind es nur 62,4 Prozent. Offlinerinnen seien vor allem ältere Frauen, so Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Chancengleichheit.
 
Etwa zwei Drittel der Onliner gehen über einen Breitbandanschluss ins Internet. Darunter fallen sowohl DSL-Anschlüsse, als auch TV-Kabel und der mobile Internetzugang. Analog über ein Modem gehen nur noch 9,6 Prozent der Onliner ins Netz, vor drei Jahren waren es noch 20,2 Prozent. Der Anteil der ISDN-Nutzer verringerte sich von 22,5 Prozent auf 13,9 Prozent der Onliner. Robert Wieland, Vorstandsmitglied der Initiative D 21 erklärt: "Die Angebotsstrukturen im Netz verlangen nach immer mehr Geschwindigkeit." HOR
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