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05.11.2009

Internet wird künftig wichtigstes Unterhaltungsmedium


Arnold Picot sieht die Gefahr einer "digitalen Spaltung" der Gesellschaft 

Arnold Picot sieht die Gefahr einer "digitalen Spaltung" der Gesellschaft

Schlechte Aussichten für das Massenmedium TV: Spätestens 2024 wird das Internet das Unterhaltungsmedium Nummer 1 in Deutschland sein. Dies prognostiziert die Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" (Herausgeber: Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest). Befragt wurden rund 550 Informations- und Technologie-Experten.
 
Die Medienunternehmen müssten dabei nicht allzu sehr um ihre Refinanzierung bangen: Für über die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland, Europa und den USA gehört es nach Expertenauffassung im Jahr 2015 zur Normalität, für den Abruf professionell erstellter Medieninhalte aus dem Internet, wie etwa Filme, elektronische Zeitungen und Zeitschriften oder Musik, zu bezahlen.
Zum selben Zeitpunkt, also in sechs Jahren, werden in Deutschland mehr Menschen das Internet regelmäßig über mobile Endgeräte als über stationäre Computer nutzen. Besonders gut für unterwegs sind als Applikationen geeignet Navigations-, Ortungs- und Lokalisierungssysteme, Communities, Assistenten sowie die visuelle Darstellung von umfeldbezogenen Informationen.
 
Die Gefahr bei der schnellen Modernisierung: Es kann zu einer "Digitalen Spaltung" in Deutschland kommen. "Die Kluft zwischen Gesellschaftsgruppen, die am digitalen Leben teilhaben und denen, die hiervon nicht profitieren, gilt es zu überwinden. Und zwar in mehrfacher Hinsicht: zwischen Stadt und Land, Alt und Jung sowie zwischen Menschen geringeren und höheren Bildungsstands", sagte Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises. se
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (2)
Tim Krause sagte am 05.11.2009 um 17:07

OHA

Das sind ja ganz neue Erkenntnisse.
Harald Kretzschmar sagte am 07.11.2009 um 10:56

Mdienverständnis

In der Tat ist es keine neue Erkenntnis. Die Fragestellung ist möglicherweise insofern irrelevant, dass es keine echte Trennung mehr gibt zwischen TV und Internet, da beides verschmelzen wird in einem interaqktiven Medium, bei dem man u.a. auch lineare Programme ("TV") abrufen kann. Insofern hätte die Schlagzeile auch "Fernsehen in 2024 abgeschafft" lauten können, das wäre noch "sensationeller"!

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