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23.09.2009

IG Metall macht Westerwelle zum Kanzler


Das Video verhündet den neuen Bundeskanzler. 

Das Video verhündet den neuen Bundeskanzler.

Die IG Metall hat eine virale Kampagne im Rahmen der Bundestagswahl gestartet. Der fiktive Online-Spot ist wie eine Nachrichtensendung aufgebaut und verkündet, dass FDP Spitzenkandidat Guido Westerwelle aufgrund von einer Stimme Vorsprung neuer Bundeskanzler ist. Über nachrichten-tv24.de können Nutzer ein personifiziertes Video an Freunde und Bekannte verschicken, in der das Ergebnis der Bundestagswahl verkündet wird. Als fehlende und somit wahlentscheidende Stimme wird der Name des Adressaten angegeben, der sich nun verzweifelten und wütenden Stimmen der Bundesbürger gegenüber sieht.
 
Der Schuldige ist bereits ermittelt. 

Der Schuldige ist bereits ermittelt.

Die Internetseite wurde vor einer Woche freigeschaltet und verzeichnet bereits 1,3 Millionen Zugriffe. Der Auftritt wird weder beworben noch in Zeitungen publik gemacht. "Zu Beginn ist lediglich ein Team von fünf Mitarbeitern ihre Adressbücher durchgegangen, der Rest ergab sich von selbst" so Jörg Weigand, Ressortleiter Mitglieder und Kampagnen der IG Metall. Weiterhin wird der Spot auf der IG Metall Homepage geteasert.  Die Kampagne wurde von der Berliner Agentur Moving Image 24, die zu Job TV 24 gehört, kreiert und produziert. Als Vorbild diente die Kampagne "Move on" aus den USA, in der für Barack Obama in ähnlicher Form geworben wurde.
Laut Weigand soll der Spot vor allem motivieren, zur Wahl zu gehen. Eine eindeutige Wahlempfehlung wie zu vergangenen Zeiten soll aber nicht gegeben werden. Einzig die FDP, die mit ihrem "gewerkschaftsfeindlichen und marktradikalen Parteiprogramm als eine Art natürlicher Feind" angesehen wird, wird direkt angesprochen. "Die IG Metall ist nicht parteipolitisch. Allerdings sind wir contra Schwarz-Geld." erklärt Weigand.
 
Die IG Metall fordert zum wählen auf. 

Die IG Metall fordert zum wählen auf.

Von der raschen Ausbreitung der Viral-Kampagne zeigt sich die IG Metall "begeistert". Auch in Netzwerken wie Facebook verbreitet sich das Video derzeit mit großer Geschwindigkeit. HOR
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