Online-Werbung
06.10.2008
Google und Yahoo müssen Werbevertrag vorerst aussetzen
Die geplante Kooperation zwischen den Internetriesen Google und Yahoo liegt vorerst auf Eis. Der Grund: Die US-Behörden sehen weiteren Klärungsbedarf. Eigentlich sollte die Kooperation am heutigen Montag starten. Der Vertrag sieht vor, dass Google Werbung im Umfeld der Yahoo-Suchseiten platzieren kann. Kritiker befürchten, dass sich die Dominanz von Google durch den Deal weiter verstärkt. Google und Yahoo repräsentieren zusammen über 80 Prozent des Suchmaschinen-Werbemarktes in den USA. In vielen europäischen Ländern ist der Anteil von Google sogar noch höher.
Wie das „Handelsblatt" berichtet, hat US-Senator Herb Kohl, Vorsitzender des Senats-Untersuchungsausschusses für Wettbewerb, das Justizministerium in einem Brief aufgefordert, die Auswirkungen des Vertrages genau zu verfolgen und sofort zu handeln, falls sich eine marktbeherrschende Stellung andeuten sollte. Die Entscheidung des Justizministerium wird im Laufe der Woche erwartet.
Die Aussetzung des Werbevertrages belastet indes vor allem Yahoo. Die Aktie des Internetkonzerns hat stark nachgegeben, nachdem das Unternehmen im Juli die Übernahmeofferte des Softwarekonzerns Microsoft ausgeschlagen hat. dh
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