07.02.2008
Verlage
G+J will Online-Vermarktung der "FTD" vom Quality Channel abziehen
Nach der Komplettübernahme der "Financial Times Deutschland" ("FTD") durch Gruner + Jahr beginnt nun die Diskussion über die von G+J erhofften Mehrerlöse im Werbegeschäft.
Denn neben den Kostensynergien sollen vor allem Vermarktungsvorteile dafür sorgen, dass sich die 15-Millionen-Euro-Investition für G+J rechnet und die "FTD" endlich in die Schwarzen Zahlen kommt.
Ein erster konkreter Schritt deutet sich jetzt an: G+J will die Online-Vermarktung der "FTD", die bisher in den Händen der "Spiegel"-Tochter Quality Channel lag, zur eigenen Vermarktungstochter G+J Electonic Media Sales (EMS) holen. "Wir halten alle Verträge ein. Sobald das Kartellamt die Übernahme der ,FTD` genehmigt, treten wir in konstruktive Gespräche mit der Spiegel-Gruppe, wollen aber dauerhaft die Vermarktung über G+J EMS organisieren", sagt Ingrid M. Haas, Verlagsgeschäftsführerin der G+J Wirtschaftsmedien, im HORIZONT-Interview.
Mehr zu den Plänen von G+J und möglichen Problemen bei der Synergiesuche lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 6/2007, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
- Medien 30. Januar 2008: Tinte ist trocken: G+J kauft die „FTD“ komplett
- Medien 15. Januar 2008: Gruner + Jahr will "FTD" komplett übernehmen / Suche nach Synergien mit Kölner Wirtschaftspresse
- Digital 10. Dezember 2007: FTD.de startet Personen-Datenbank
- Medien 3. Dezember 2007: Holtzbrinck an Übernahme von FTD interessiert
- Medien 19. November 2007: Süddeutscher Verlag als möglicher Käufer der "FTD" im Gespräch
- Medien 9. Oktober 2007: Spiegel-Verlag bläst Einstieg bei FTD ab
- Medien 25. September 2007: "Spiegel"-Gesellschafter beraten über FTD-Übernahme
- Medien 11. September 2007: Spiegel-Verlag greift nach der "FTD"
- Medienhäuser: Gruner + Jahr AG
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Bayern München führt bei Twitter
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HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
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