03.02.2009
Frauenportale
G+J brezelt Brigitte.de auf
Alles neu bei Gruner + Jahrs Frauenportal Brigitte.de: Am heutigen Dienstag geht die Site mit neuen Inhalten, erweiterten Funktionen und übersichtlicherem Layout aufgehübscht an den Start. Ziel ist es, den Reichweiten-Rückstand zur Erzrivalin Gofeminin.de aufzuholen, den Surfkomfort zu verbessern und Brigitte.de als Werbeträger frischer und hochwertiger zu präsentieren.
Bei den Page Impressions hat Brigitte.de (Dezember 2008: 54 Millionen PIs) die Axel-Springer-Konkurrentin Gofeminin.de (46 Millionen) mittlerweile überholt - wohl auch dank der klickintensiven Frauencommunity "Bfriends", die im Dezember gestartet ist und schon jetzt über 100.000 registrierte Nutzerinnen meldet. Dennoch möchte das Team um "Brigitte"-Verlagsleiter Axel Wüstmann den Anteil der Community-generierten PIs nicht über ein Viertel treiben; zuletzt waren es 12 Prozent (Gofeminin.de: 48 Prozent). Grund: Diese Sites gelten, wie die meisten nutzergenerierten Inhalte, als schlechter vermarktbar als redaktioneller Content. Gleichwohl versucht Wüstmann, diesen Unterschied auf Brigitte.de zu relativieren - durch die engere Verknüpfung miteinander und die an Themen ausgerichtete Präsentation nebeneinander auf den Sites: „Diese Möglichkeit haben reine Communities nicht."
Größter Rivale in punkto redaktioneller PIs ist mittlerweile das Netzwerk Fem.de (Pro Sieben Sat 1), das im Dezember auf 36 Millionen redaktionelle PIs kam und sich damit nach Brigitte.de (47 Millionen), aber vor Gofeminin.de (21 Millionen) platziert. Das Wachstum vertikaler Themennetzwerke à la Fem.de, Frauenzimmer.de (RTL) und Glam.de (Burda) beobachtet man bei „Brigitte" aufmerksam - und schließt nicht aus, irgendwann ebenfalls in die Bündelung und Vermarktung von Netzwerken einzusteigen. Bei der Reichweite indes stöckelt Brigitte.de mit 760.000 Unique Usern pro Monat (davon 70 Prozent Frauen) Springers Gofeminin.de (1,86 Millionen, davon 60 Prozent Frauen) noch hinterher.
Ebenfalls in dieser Woche starten neue Funktionen und Inhalte: die Brigitte.de-interne Suchmaschine ("Themenexplorer"); ein Stylecoach und ein Ökoberater; die Rubrik "Erfahrungen" mit Leserbeiträgen und Video-Statements prominenter Frauen; Mode, Beauty und Reise als eigenständige Bereiche sowie weitere Tools für das pralle (Frauen-) Leben - vom Babynamen-Finder bis zum Scheidungslexikon. In den Relaunch steckte G+J einen sechsstelligen Betrag. Im vergangenen Jahr kam Brigitte.de auf einen höheren einstelligen Millionumsatz, davon 70 Prozent durch Werbung (brutto: 4,2 Millionen Euro). Das übrige Drittel verteilt sich auf Paid Services und E-Commerce, etwa Provisionen. Die Umsätze im "Brigitte"-Webshop und die Nettowerbeerlöse stiegen 2008 zum Vorjahr um jeweils über ein Drittel. In diesem Jahr will Wüstmann die Werbeumsätze im Web abermals um 30 Prozent steigern, dann würde das Portal trotz der Investitionen die Gewinnschwelle erreichen. rp
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