14.11.2007
Telko-Marken
Freenet vor der Aufspaltung
Der Telekommunikationsmarke Freenet droht möglicherweise das Aus. Die seit Monaten kursierenden Spekulationen über eine Aufspaltung des Unternehmens scheinen sich nun zu bewahrheiten. So bestätigt Freenet in einer Adhoc-Meldung die Aufnahme von "konkreten Gesprächen" mit United Internet und Drillisch bezüglich einer "möglichen strategischen Partnerschaft".
Als Teil dieser "möglichen Gesamttransaktion" solle Drillisch das Mobilfunk-Serviceprovidergeschäft von Freenet erwerben. Freenet habe dem in Maintal ansässigen Konzern hinsichtlich der Vertragsverhandlungen Exklusivität eingeräumt.
Bewegte Marken-Historie
Die jüngste Markengeschichte von Freenet verlief durchaus turbulent. Die einstige Online-Tochter von Mobilcom, die sich lange auf das Portal- und Zugangsgeschäft fokussierte, ging im März 2007 mit dem bisherigen Mutterkonzern zusammen und positioniert sich seither als Universalanbieter für Internet, Festnetz und Mobilfunk. Für die Neupositionierung steht ein von Syndicate, Hamburg, gestaltetes neues Markenlogo. Das dreigliedrige Signet steht für die Geschäftsfelder Internet, Festnetz und Mobilfunk.
Hier könnte der zweite Gesprächspartner United Internet ins Spiel kommen. Dessen Chef Ralph Dommermuth hatte bereits mehrfach Interesse an einer Übernahme des DSL-Geschäfts von Freenet geäußert. Mit den Freenet-DSL-Kunden könnte die United-Internet-Marke 1&1 ihre Position als klare Nummer 2 nach der Deutschen Telekom weiter ausbauen.
Erfahrungen mit der Übernahme großer Onlinemarken hat Dommermuth bereits gesammelt. Im Frühjahr 2005 hatte er das Portal Web.de für 200 Millionen Euro in bar sowie 5,8 Millionen Aktien übernommen.
- Marketing 6. Juni 2007: Freenet wirbt für Aktionswochen / Umbau der Shops startet
- Marketing 12. März 2007: Freenet stellt neues Logo vor
- Marketing 16. Januar 2007: Grünes Licht: Mobilcom und Freenet dürfen fusionieren
- Marketing 13. September 2006: Gericht ebnet Weg für Fusion von Mobilcom und Freenet
- Digital 31. August 2006: Freenet bietet für AOL Deutschland
Weitere Nachrichten aus Digital vom 14.11.2007:
Doubleclick-Übernahme durch Google auf dem Prüfstand
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WAZ und SZ sind erst der Anfang, die Krise der Medien bedroht die Zeitungslandschaft. Das Krisenmanagement der Bundesregierung ist nun gefragt. Nach Banken und Autokonzernen muss nun ein Schutzschirm für die Medien her. Der HORIZONT-Blog nennt in einer Glosse Szenarien für die Rettungspakete.
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