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Fan-Explosion auf Twitter: FDP war wohl wirklich Opfer einer Kampagne


von Ingo Rentz,
Redakteur HORIZONT.NET

Fr das Twitter-Profil der FDP wurden tatschlich Fans gekauft

Fr das Twitter-Profil der FDP wurden tatschlich Fans gekauft


Im Zusammenhang mit der pltzlich explodierten Zahl an Twitter-Followern der Bundes-FDP fiel hufig der Name Fandealer. Die Firma ermglicht es Privatpersonen oder Unternehmen, sich gegen Bezahlung neue Facebook- oder Twitter-Fans zuzulegen. Nun teilt Fandealer mit: Ja, ber die Plattform wurden wirklich Fans fr die FDP gekauft. Aber von einer anderen Partei.
 
"Nach Aufkommen der gestrigen Berichterstattung konnten wir feststellen, dass auf unserem Portal tatschlich eine Kampagne fr die offizielle Twitter-Seite der FDP aktiv war", schreibt Geschftsfhrer Mario Rnsch in einer auf Facebook verffentlichten Pressemitteilung. Aber: Die Liberalen waren nicht der Auftraggeber - es war offenbar ein politischer Mitbewerber der FDP. Rnsch: "Das entsprechende Benutzerkonto wurde zweifelsfrei mit einer E-Mail Adresse einer anderen deutschen Partei eingerichtet." Den Urheber wolle man aus datenschutzrechtlichen Grnden nicht nennen.
ber die Beweggrnde des anonymen Spenders kann man nur spekulieren. Sollte der FDP mit dem massenhaften Einkauf von Followern gar gezielt geschadet werden? Immerhin steht eine Partei, die dem Anschein nach massenhaften Fan-Einkauf ntig hat, reichlich unseris da. Allerdings, schreibt Rnsch, sei ber Fan-Dealer nur ein geringer Teil der 30.000 neuen Follower aquiriert worden - nmlich genau 922. Dabei handele es sich gem des Fandealer-Geschftsmodells ausschlielich um reale Profile aus Deutschland.
 
Die Vermittlung von 30.000 realen Twitter-Followern wrde aber einen Zeitraum von mindestens sechs bis neun Monaten beanspruchen, so Rnsch. "Es liegt daher die Vermutung nahe, dass der Kampagnenurheber weitere Follower fr die Twitter-Seite der FDP bei einer Firma im Ausland beschafft hat." Anbieter aus dem Ausland vermittelten in der Regel keine echten Nutzer, sondern Fake-Profile.
 
Um weitere Negativ-Presse zu vermeiden, wird Fandealer im Folgenden alle politischen Parteien fr den eigenen Service sperren. Die Vermittlung von Facebook Fans oder Twitter Followern auf eigene oder fremde Rechnung werde fr Parteien somit nicht mehr mglich sein. FDP-Generalsekretr Patrick Dring verbreitete unterdessen via Twitter, man habe von Twitter die Zusage, dass verdchtige FDP-Follower gelscht wrden. ire
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