02.02.2010
Web 2.0
Facebook setzt weltweiten Siegeszug fort
Facebook ist nicht zu bremsen. Das von Mark Zuckerberg gegründete Netzwerk gehört zusammen mit Youtube und Wikipedia inzwischen zu den beliebtesten Social-Media-Sites der Welt. Das geht aus einer repräsentativen Studie von Nielsen hervor, für die das Marktforschungsunternehmen seine Online-Nutzerpanels in den USA sowie in sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland, ausgewertet hat.
Laut Studie unterscheiden sich die Nutzerpräferenzen über Ländergrenzen nur wenig: Die Welt befreundet sich mit Vorliebe auf Facebook, teilt Videos auf YouTube und informiert sich besonders gern auf Wikipedia. Der internationale Vergleich zeigt jedoch, dass Facebook am häufigsten den Sprung auf das Siegertreppchen mit den meisten Nutzern schaffte, so beispielsweise in den USA, Großbritannien und Italien. In Deutschland muss sich Facebook, das im Dezember 2009 rund 6,9 Millionen Besucher anlockte, noch mit Rang 3 zufrieden geben. YouTube und Wikipedia liegen hierzulande mit jeweils gut 13 Millionen Besuchern klar vorn.
Der gehypte Kurznachrichtendienst Twitter schafft es bislang nur in den USA und Großbritannien unter die Top Ten, allerdings mit Besucherzuwächsen von mehreren hundert Prozent. Auch in Deutschland wuchsen die Nutzerzahlen enorm an. Mit 1,5 Millionen Besuchern legt Twitter hierzulande gegenüber dem Vorjahr um sage und schreibe 1041 Prozent zu. Auf dem absteigenden Ast befindet sich offenbar Myspace. Der Netzwerkdienst musste laut Studie in allen untersuchten Ländern Verluste verzeichnen und schafft nur noch in den USA, Spanien, Schweiz und Großbritannien den Sprung unter die Top 10 Social Media Seiten. In Deutschland ist Myspace mit rund 3 Millionen Besuchern nicht mehr auf der Bestenliste vertreten.
Das Business-Netzwerk Xing war nicht Teil der Studie, da lediglich Social-Media-Angebote untersucht wurden. Wie Nielsen aber auf Anfrage von HORIZONT.NET mitteilt, konnte auch das inzwischen zu Hubert Burda Media gehörende Angebot deutlich zulegen. Die Zahl der Besucher lag im Dezember 2009 bei knapp 1,6 Millionen - gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 8 Prozent. mas
Stephan sagte am 02.02.2010 um 20:56
Personelle Konsequenzen bei studiVZ?
Wie lange vor diesem Hintergrund Markus Berger de Leon als CEO bei studiVZ wohl noch im Sattel bleibt?
Florian Bailey - user centered strategy sagte am 03.02.2010 um 11:52
Chance für alle Unternehmen
Letztendlich ist der Siegeszug von Facebook eine Chance für alle Unternehmen, zwar ist Facebook nicht wie Twitter eine komplett offene Plattform, aber wenigstens ziemlich offen. Im Gegensatz zu den VZ Plattformen die immer noch ziemlich geschlossen sind, d.h. es gibt für Unternehmen viele Möglichkeiten das ganze für Social Media Aktivitäten zu nutzen ( Apps, Pages, bis zur Werbung). Normalerweise schliessen wir die VZ Netzwerke innerhalb von 10 Minuten aus jeder Social Media Strategie aus da sich für die meisten Kunden keine sinnvolle Nutzung finden lässt.Weitere Nachrichten aus Digital vom 02.02.2010:
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