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HORIZONT.NET
27.10.2009

Konjunktur

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

FOMA: Online-Werbung legt weiterhin zweistellig zu / Video und Mobile mit höchsten Wachstumsraten


Konsumgüterriesen wie P&G sollen zum Wachstum beitragen 

Konsumgüterriesen wie P&G sollen zum Wachstum beitragen

Das Internet wird als klarer Gewinner aus der aktuellen Werbekrise hervorgehen und in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Das suggeriert jedenfalls der aktuelle Trendmonitor des Fachforums der Online-Mediaagenturen (FOMA). Danach wird die Onlinewerbung ab 2010 um durchschnittlich 10 Prozent zulegen. Gegenüber den anderen Mediengattungen, die zuletzt deutlich verloren haben und auch 2010 stark unter Druck stehen dürften, steht das Netz damit zwar gut da, doch die Wachstumswerte von 2008 (17 Prozent) und 2007 (25 Prozent) werden klar unterschritten.

 
Treiber des erwarteten Wachstums sind vor allem die großen Konsumgüterhersteller. Insbesondere von Lebensmittel- und Körperpflegemarken sowie von Gesundheitskonzernen erwarten die 19 befragten Vertreter der in der FOMA organisierten Agenturen starke Impulse. Auch die Textil- und Bekleidungsbranche, Handel und Versand sowie Unterhaltungselektronik, Finanzen und Dienstleistungen werden nach Einschätzung der Onlineplaner zum Plus beitragen.
Die Etablierung des Internet als Basismedium insbesondere für junge Zielgruppen und für Performance-Kampagnen geht einher mit einem Wandel bei den Werbeformaten. Insbesondere die Bedeutung von Bewegtbildwerbung soll laut Umfrage dramatisch zunehmen. So erwarten alle 19 befragten Agenturvertreter, dass Werbung mit Videos in fünf Jahren "sehr bedeutend" (58 Prozent der Befragten) oder "bedeutend" (42 Prozent) sein wird. Auch Werbung für mobile Endgeräte soll sich in den kommenden Jahren zunehmend zu einem Top-Thema für Agenturen entwickeln. Während derzeit nur etwa zehn Prozent der Agenturvertreter Mobile-Werbung für relevant halten, erwarten knapp 90 Prozent der Befragten, dass das Thema in fünf Jahren bedeutend (58 Prozent) oder sehr bedeutend (31 Prozent) sein wird.
 
Auch das Verhältnis zwischen klassischen Mediaagenturen und Online-Mediaagenturen wird sich nach Einschätzung der FOMA ändern. So gehen die befragten Online-Planer davon aus, dass die Disziplinen Klassik und Online künftig auf Augenhöhe zusammenarbeiten werden – die Hälfte ist sogar der Ansicht, dass in Zukunft gar keine Trennung mehr zwischen klassischen und Online-Mediaagenturen stattfinden wird. mas
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