04.03.2009
Debatte um Google
Experten-Umfrage: Wie Verlage auf die neue Konkurrenz durch Google-News reagieren sollten
Seite 1/4
04.03.2009
Wie sehr die hiesigen Verlage die drohende Konkurrenz durch den Internetriesen fürchten, zeigt jedoch ein Interview mit Springer-Chef Mathias Döpfner, das im aktuellen "Spiegel" nachzulesen ist. Darin fordert Döpfner ein „Leistungsschutzrecht" für die Mehrfachverwertung von „professionell erstellten Inhalten".
Das raten Dieter Degler, Markus Peichl und Robert Basic
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- Medien 2. März 2009: Springer-Chef Döpfner wettert gegen Subventionen
- Digital 27. Februar 2009: Google News wird zur Werbefläche
- Medien 22. Januar 2009: VG Media: Landgericht Köln verlangt Verträge
Saim Alkan sagte am 04.03.2009 um 19:27
Wasch mich...
....aber mach mich nicht nass. Es ist wie immer. Erst das hohe Lied auf Google singen und dann sauer sein wenn Google Kohle mit meinem Content macht. Mein Tipp - den SEO-Robots keinen Zugriff mehr auf die Seiten geben und bitte nicht über die fehlenden PIs klagen. Apropos - hat irgend einer der Verlage Werbeeinnahmen an Google abgeführt? Die zeigen in den Suchergebnissen ja auch die Links zu Verlagsseiten an?
Jürgen Baums sagte am 08.03.2009 um 10:10
Bahnhof
Es ist Sonntag morgen, sitze beim ersten Kaffee und gebe zu: bin noch nicht ganz wach. Nicht wach genug, um den Leitartikel der Horizont vom 5. März zu verstehen? Als Herausgeber eines Online-Pressedienstes für Food muss ich wohl die letzten sechs Jahre völlig bescheuert gewesen sein und habe Copyrights von Urhebern zigtausender Meldungen und Bilder berücksichtigt, die es gar nicht gibt? So wird zumindest in Horizont behauptet: "... alles ist free. Und die Verlage kippen ... ihre Inhalte, die teure Redaktionen erstellt haben, ins Netz, möglichst noch vor Erscheinen der Printausgabe - zur großen Freude der kopierenden Zweit- und Drittvermarkter." Wer das ernsthaft täte, hätte längst Insolvenz anmelden müssen, weil er in der Flut von Abmahnungen und Verurteilungen untergegangen wäre. Liebe Horizont-Redaktion, was schreibt Ihr da? Ich werd´s bestimmt nicht abschreiben, weil auch Nonsens zu kopieren, längst strafbar ist. "Copyrights sind das Thema der Zukunft"? Quatsch. Ist längst weitgehendst im Internet geregelt und wer selber recherchieren kann, wird´s über Google rasch herausfinden, was er darf und was nicht. Und der Vergleich zu den Copyright-Problemen in der Musikindustrie kann noch nicht einmal hinken, weil ohne Hand und Fuß. Stichwort Google: Verlage haben angeblich Sorge vor der werblichen Vermarktung von Google-News? Schon mal bei Google-News reingeschaut und sich als Publisher beworben? Google-News übernimmt ausschließlich Meldungen, die vom Urheber zur Übernahme beantragt und freigegeben wurden. Der Urheber gibt Google also die Lizenz zum Kopieren! Und kann sie jederzeit wieder entziehen. Was soll dann das Gejammer, wenn die Jungs und Mädels der wertvollsten Marke der Welt demnächst Werbung neben diesen Meldungen vermarkten? Immerhin machen die ja auch Werbung für den Newsrechte-Inhaber, indem sie dessen Namen kostenlos weltweit verbreiten. Oder hat´s schon mal ne News von Horizont in Google-News gegeben, bei der nicht als Quelle "Horizont" angegeben war? Meinen Horizont habt Ihr, liebe Redaktion, heute morgen nicht erweitert.
Roland Pimpl sagte am 09.03.2009 um 19:37
Bahnhofsauskunft
Hallo Herr Baums, danke für Ihr kritisches Feedback! Aber vielleicht kann man Ihre sonntagmorgendliche Irritation mit folgendem Hinweis auflösen oder wenigstens relativieren: Der HORIZONT-Kommentar, aus dem Sie zitieren, bezieht sich nicht auf Google News (das steht da auch nirgendwo), sondern auf jene journalistisch oder wenigstens nachrichtlich gemeinten Portale und Newsletter mit Mini-"Redaktion", die das Material, das andere (Verlage, dpa ...) online gestellt haben, zweit- und drittverwerten. Und -vermarkten. Dass Google News keine Redaktion hat (sondern Algorithmen) und nur auf Verlangen verlinkt (wenn man sich als Publisher dafür angemeldet hat), das ist bekannt. Letztlich geht es nur um folgenden Zusammenhang: Wenn im Netz jeder (journalistische) Inhalt gleich jedem Weiterverwerter/-vermarkter mitgehört - dann gehört bald keinem mehr etwas. Weil nämlich weniger Neues, Originäres nachproduziert wird. Weil nämlich die Gewinnaussicht als Produktionsanreiz fehlt.Weitere Nachrichten aus Digital vom 04.03.2009:
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