Telko-Marken
10.02.2012
Exklusiv: Telekom-Discounter Congstar erhöht Online-Spendings um 50 Prozent
Der Kölner Mobilfunk- und DSL-Anbieter Congstar richtet seinen Kommunikationsmix neu aus. Die Discount-Tochter der Deutschen Telekom wird dem Internet künftig einen deutlich höheren Stellenwert einräumen als bislang. „Früher haben wir Onlinewerbung genau wie Print eher begleitend eingesetzt. Jetzt entwickelt sich das Internet zu unserem wichtigsten Werbekanal neben TV“, erklärt Congstar-Geschäftsführer Martin Knauer im Exklusivgespräch mit HORIZONT.NET.
Der frühere Marketing-Geschäftsführer von T-Mobile, der Congstar seit Mitte 2011 führt, will den Anteil der Online-Spendings am Gesamtetat bis 2013 auf 30 Prozent anheben. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 20 Prozent vom Bruttomediabudget, das der Hamburger Werbeforscher Nielsen auf gut 26 Millionen Euro beziffert. Im Mittelpunkt standen dabei die von Tribal DDB entwickelten TV-Spots, die auch jetzt wieder auf reichweitenstarken Sendern angelaufen sind.
In den Mittelpunkt rückt dabei zusehends Facebook. Nachdem die Bündelung aller Marken-, Sales- und Servicekanäle auf der Congstar-Facebook-Seite dem Unternehmen 2011 ein deutliches Wachstum auf nun gut 36.000 Fans bescherte, sind bereits die nächsten Projekte in der Pipeline. So sind mit „Friends Check“ und „Congstarizer“ gleich zwei Facebook-Apps in der Mache. Darüber hinaus soll das kürzlich bei Facebook integrierte Congstar Support Forum, auf dem sich Nutzer gegenseitig Tipps geben und neuerdings auch Prämien abstauben können, eine mobile Variante erhalten.
Für den Ausbau gibt es gute Gründe: „Das Support Forum hat sich für uns aufgrund des umfassenden Nutzer-Feedbacks zu einer Art Think Tank entwickelt, das für die Produktentwicklung ähnlich bedeutend ist wie die klassische Marktforschung“, sagt Marketingleiter Stephan Heininger, der mittelfristig eine sechsstellige Fanzahl auf Facebook anpeilt.Stephan Heininger: Das Support Forum hat sich für uns aufgrund des umfassenden Nutzer-Feedbacks zu einer Art Think Tank entwickelt, das für die Produktentwicklung ähnlich bedeutend ist wie die klassische Marktforschung.
Wachstumsquellen sucht das Unternehmen aber auch jenseits von Internet und sozialen Netzwerken. Nachdem im Dezember die Marke von 2 Millionen Kunden durchbrochen wurde, soll jetzt eine Kooperation mit der Deutschen Telekom weitere Impulse für das Neukundengeschäft bringen. Der Bonner Mutterkonzern bietet die Prepaid-Produkte von Congstar künftig in rund 750 Telekom Shops an. Angst vor einer Kannibalisierung haben die Partner nicht. „Da wir uns auf Prepaid-Angebote beschränken, gehen wir in Summe von einem Mehrgeschäft für Congstar und die Telekom aus“, erklärt Knauer. mas
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