17.02.2010
Do it yourself statt Zukauf: Zeitungen produzieren Web-Videos lieber selbst
Für die deutschen Zeitungen ist Bewegtbild das Trendthema schlechthin. So bieten inzwischen 76 Prozent Videos auf ihren Websites an. Auffällig ist, dass mit 59 Prozent die Mehrheit der Verlage auf selbstproduzierte Beiträge setzt. Hinzu kommen Videoangebote aus dem Netzwerk der Online Marketing Service GmbH (OMS), die sich bei 44 Prozent der Verlage finden. Angebote von externen Anbietern, die früher von den Printhäusern mehrheitlich genutzt wurden, machen dagegen nur noch 33 Prozent des Videoportfolios aus. Dies sind die Ergebnisse einer Analyse des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zum Webangebot der Printhäuser.
Dank günstiger Tarife, schneller Verbindungen und Flatrates sowie immer benutzerfreundlicherer Endgeräte werden auch mobile Angebote für die Verlage immer interessanter. 26 Prozent der Zeitungen bieten mobile Portale an. Bei 17 Prozent der Zeitungswebsites gibt es SMS-Dienste. Spezielle Applikationen für Smartphones offerieren derzeit noch wenige Verlage; hier sei in den nächsten Monaten mit Wachstum zu rechnen, erläutert der BDZV.
Von den zahlreichen sozialen Netzwerken steht Facebook bei den Verlagen an erster Stelle. Hier sind 17 Prozent mit einer eigenen Seite, einem eigenen Profil oder zumindest einer Gruppe vertreten. Bei den Netzwerken der zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink zählenden VZ-Gruppe (StudiVZ, SchülerVZ, MeinVZ) sind 12 Prozent der Verlage aktiv.
Auch das Angebot an elektronischen Ausgaben steigt kontinuierlich. Nutzer können zwischen 455 E-Paper-Angeboten wählen; im Jahr 2008 waren 208 faksimilierte digitale Ausgaben online abrufbar. Mit der Weiterentwicklung elektronischer Lesegeräte könnte sich dieser Markt in Zukunft deutlich vergrößern. bn
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