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von Sara Weber,
Redaktion Horizont

Displaywerbung: Wie Google und Facebook um die Vormachtstellung kämpfen


2011 und 2012 liegt Facebook noch vorne, dann soll sich das Blatt wenden

2011 und 2012 liegt Facebook noch vorne, dann soll sich das Blatt wenden


Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aus dem Google bereits kommendes Jahr als Sieger hervorgehen könnte: Laut einer Prognose des Marktforschungsunternehmens eMarketer liegt Facebook zwar 2011 und 2012 noch knapp vor Google, was die Erlöse durch Displaywerbung in den USA angeht, doch schon 2013 könnte sich der Suchmaschinenriese vor das soziale Netzwerk schieben - und das Rennen so für sich entscheiden.

 
Seit Facebook vergangenes Jahr Yahoo als Unternehmen mit den höchsten Einnahmen durch Displaywerbung ablöste, liefert sich das Zuckerberg-Netzwerk einen erbitterten Kampf mit Google, das neben Suchmaschinenwerbung mittlerweile auch verstärkt auf das klassische Displaygeschäft setzt.
2011 erwirtschaftete Facebook laut eMarketer in den USA mit Displaywerbung Erlöse in Höhe von 1,73 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro), während Google mit 1,71 Milliarden Dollar leicht dahinter lag. Ähnlich sieht die Prognose für dieses Jahr aus: Beide Unternehmen sollen um rund 48 Prozent zulegen. So kommt Facebook auf 2,58 Milliarden Dollar, während sich Google mit 2,54 Milliarden erneut knapp geschlagen geben muss.
 
Doch bereits kommendes Jahr soll sich das Blatt wenden: Mit einem erwarteten Wachstum von 45,3 Prozent soll sich Google 2013 mit Werbeerlösen in Höhe von 3,68 Milliarden Dollar vor Facebook schieben, dessen Erlöse nur um 27,6 Prozent auf 3,29 Milliarden Dollar wachsen sollen. Noch stärker verlangsamen soll sich das Wachstum dann 2014 - hier geht eMarketer für Google von einem Plus von 29,1 Prozent auf 4,76 Milliarden Euro aus, während Facebook nur noch um 13,7 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro zulegen soll.
 
Für den gesamten Displaywerbemarkt in den USA geht eMarketer für 2011 von einem prozentualen Wachstum von 25,2 Prozent auf 12,4 Milliarden US-Dollar aus. 2012 soll der Markt um 24,1 Prozent wachsen (15,4 Milliarden Dollar), während sich das Wachstum 2013 und 2014 auf 20,7 beziehungsweise 18 Prozent verlangsamen soll (18,6 beziehungsweise 21,9 Milliarden Dollar).
 
Spannend zu sehen ist auch, dass die fünf umsatzstärksten Unternehmen - Facebook, Google, Yahoo, Microsoft und AOL - für einen immer größeren Teil des gesamten Werbemarktes aufkommen: 2011 machen die Erlöse der Top 5 noch 47,4 Prozent des Gesamtmarktes aus, doch bereits 2012 kommt mehr als die Hälfte aller Erlöse von den "Big Five" (50,7 Prozent). Bis 2014 wird sich diese Entwicklung sogar noch verstärken - dann sollen Facebook, Google und Co für 54,4 Prozent der gesamten Displaywerbeeinnahmen in den USA verantwortlich sein. sw
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