04.03.2011
Digital Days: Die Marke bin ich?
"Ich bin ihr Chef". Mit dieser programmatischen Ansage Richtung Marketer begann Uwe Lübbermann, Macher von Premium Cola seinen Vortrag auf den Digital Days von HORIZONT in Wiesbaden und dokumentierte damit den ideologischen Graben in Sachen Markenführung und Machtgefüge im Mitmachweb. Denn das Zepter aus der Hand zu geben, dafür sieht beispielsweise Ulrike Bärsch, Leiterin Brand Connection Planning bei Beiersdorf überhaupt keinen Grund. "Das Unternehmen muss auch in Social Media die Markenhoheit behalten." Sie fühlt sich ohnehin nicht als getriebene der Kunden im Web. "Die Fans lieben ihre Marke und werden selbst zum Markenhüter." Das musste erst kürzlich die Modemarke Gap erleben, als die Kunden das neue Logo ablehnten. Gap gab klein bei.
"Wir spüren, dass Marken den Kunden gehören", meint denn auch Stefan Baumann, Strategischer Planer der Gruner + Jahr-Tochter Neonauten Consulting. Mehr Beziehungsarbeit sei angesichts der digitalen Mitbestimmung von den Marken gefragt, denn die klassische Kampagne sei am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen. Ein Mehr an Austausch hält auch Nivea-Managerin Bärsch für denkbar und sinnvoll: "Da geht noch was." ork
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