02.04.2009
Wahlkampf im Internet
Die CDU bleibt stärkste Web-2.0-Kraft
Die CDU hat ihre Position als aktivste Partei im Web 2.0 verteidigt. Das ergab die aktuelle Erhebung des Wahl-im-Web-Monitors, den die PR-Agentur Weber Shandwick zweimal im Monat erstellt. Demnach sind die Christdemokraten für rund 29 Prozent der von politischen Parteien erstellten Mitmach-Angebote im deutschen Internet verantwortlich. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,55 Prozent gegenüber der ersten Märzhälfte.
Die CDU wird im Bundestagswahlkampf von den Agenturen Kolle Rebbe und Shipyard betreut. Auch SPD (Butter/A&B Face 2 Net) und Bündnis 90/Die Grünen (Zum goldenen Hirschen/ Ressourcenmangel) schraubten ihre Online-Aktivitäten zurück: Bei den Sozialdemokraten sank Anteil an den gesamten Web-2.0-Aktivitäten um 1,6 Prozent auf 26,2 Prozent, bei den Alternativen reduzierte sich die Quote um knapp 1 Prozent auf 25,5 Prozent.
Beim Micro-Blogging-Dienst Twitter legte die Linke am stärktsten zu. Sie erhöhten ihre Tweets (Kurznachrichten auf Twitter) um rund 26 Prozent auf 395. Bei der Anzahl der Tweets führen Die Grünen mit rund 2.000 gezwitscherten Kurzmitteilungen (plus 4,2 Prozent). Davon stammen allein vom Bundestagsabgeordenten Volker Beck 1.284 Tweets. Es folgt die CDU mit rund 1.100 Tweets (plus 11,6 Prozent) vor der FDP (809). Die meisten Leser hat die SPD mit 5.864 sogenannten Followern. Knapp dahinter liegen die Grünen mit 5.141 Followern. brö
Das Thema Wahlkampf im Web finden Sie auch in der HORIZONT-Printausgabe 14/2009, die am Donnerstag, 2. April erscheint, sowie im HORIZONT.NET-Special.
Thomas P sagte am 06.04.2009 um 17:04
Weber Shandwick arbeitet für die CDU
Der Wahl-im-Web-Monitor wird von Weber Shandwick erstellt, wie auch oben im Text erwähnt. Eine Seite zuvor erfährt man dass diese für die CDU arbeiten. Wie kann man dann ihre Analyse als seriöse Quelle in einem neutralen Medium heranziehen?
Tom sagte am 07.04.2009 um 09:06
Angst vor Kritik
Wenn die Aussage von Thomas P. korrekt ist, zeigt sie genau die Angst in Deutschland vor sozialen Netzwerken auf. Die Angst die Kontrolle über die angegebenen Informationen. Wozu ein offenes Netzwerk als Wahlkampfstartegie, wenn kein Interesse an Kritik oder anderen Meinungen besteht? Dann besser Finger weg von sozialen online Netzwerken. Hier keine freien Meinungen zuzulassen schadet eher als das man sich als "moderne" Partei präsentiert.Weitere Nachrichten aus Digital vom 02.04.2009:
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