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Augmented Reality

von Santiago Campillo-Lundbeck,
Redakteur Marketing 1

Definitiv kein Kassengestell: Google will 1500 Dollar für sein Google Glass


Seit sie als Prototyp präsentiert wurden, faszinieren sie Technikfans weltweit. Google Glass soll als Augmented-Reality-Interfaces für das Mobile Web eine völlig neue Qualität der Online-Vernetzung eröffnen und damit das iPhone als Innovationsreferenz endgültig ablösen. Was zunächst nur wie eine praxisferne Machbarkeitsstudie wirkte, könnten nun schneller als gedacht alltagstauglich werden. Google sucht in einer großen Social-Media-Kampagne jetzt 8000 Tester in den USA. Und der Suchmaschinenriese ist sich offenbar sicher, dass die Brillen schon jetzt Kultpotenzial haben: Jeder Tester muss das Privileg mit 1500 US-Dollar bezahlen.

 
Die Hürden für die 8000 sogenannten Glass Explorer sind bewusst hoch gesetzt. Die Bewerber müssen nicht nur das Gerät selbst bezahlen, sie müssen auch über 18 Jahre alt sein und ihr Test-Set auf einem der drei Kick-off-Events in New York, Los Angeles oder San Francisco auf eigene Kosten abholen. Doch Google zählt darauf, dass gerade die hohen Hürden dafür sorgen, dass Glass zum großen Thema in den sozialen Netzwerken wird. Dass der Konzern damit vermutlich nicht falsch liegt, zeigt das auf Youtube freigeschaltete Präsentationsvideo "How it feels". Der zweiminütige Onlinefilm kam in kürzester Zeit auf 7 Millionen Views.
Sollte es Google gelingen, seine AR-Brille als Standard für die mobile Online-Nutzung zu etablieren, hätte sich der Konzern einen entscheidenden Vorteil im Kampf gegen die Konkurrenten Apple und Microsoft gesichert und seine Autorität gegenüber Android-Hardware-Partnern wie Samsung gestärkt. Derzeit liegt der Marktanteil von Googles Mobile-Betriebssoftware Android zwar deutlich vor den Wettbewerbern, trotzdem liegt das Unternehmen enorm unter der Wertschöpfung, die speziell Apple mit seiner Hardware und den digitalen Serviceangeboten rund um das Internet erzielt. cam
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