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DLD: Digitales Candy für das mobile Web


Foursquare, das neueste Spielzeug der Early Adopter im mobile Web, wächst gegenwärtig rasant. Die Nutzerzahlen des verspielten virtuellen Stadtführers verdoppeln sich monatlich. Die digitale Wimpelbude will künftig intensiver mit Medienanbietern zusammenarbeiten. Dies erklärte Gründer Dennis Crowley auf Burdas Digitalkongress DLD.
 
Foursquare kann man auf dem Smartphone installieren. Der eigene Standort, per GPS ermittelt, kann dann an die Foursquare-Webseite geschickt werden. Nutzer können damit beispielsweise anzeigen, dass sie gerade in einem bestimmten Restaurant sind und dies Freunden und dem Rest der Welt mitteilen. Umgekehrt können andere Nutzer sehen, welche Orte es in der Nähe gibt und wer schon dort war oder gerade da ist. Jeden Ort kann man zudem zusätzlich mit Informationen und Tipps versehen. Auf diese Art, so Crowley, könne man eine Stadt auf einfache Art kennenlernen und oder den Aufenhaltsort seiner Freunde finden.
Das Erlösmodell: Crowley sieht Optionen unter anderem in der Kapitalisierung der Nutzerdaten, im Verkauf von Anzeigenplätzen an lokale Händler und in Kooperationen mit Medienunternehmen. Bekanntgegeben hat Foursquare kürzlich die Zusammenarbeit mit der kostenlosen Tageszeitung Metro in Kanada. Nutzer erhalten lokale Nachrichten und Informationen, die zu ihrem jeweils aktuellen spezifischen Standort passen, an dem sie via Foursquare „eingecheckt“ haben. Dies sei aber nur eine Möglichkeit. In Zukunft wolle man verschiedenste Dinge ausprobieren, so Crowley.
 
Den Prozess des Eincheckens bei Foursquare sieht er als großen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen standortbasierten Diensten wie Yelp, Gowalla und Dailyplacessowie möglichen Nachahmern. Crowley: „Es macht einfach Spaß.“ Dafür sorgt ein spielerisches Element.
 
Foursquare zählt mit, wie oft man beispielsweise dem System und dem Rest der Welt seinen Standort mitteilt: Dafür gibt es Punkte. Die münden in Phantasie-Orden und Ranking-Titeln. Je mehr Punkte man hat, desto höher steigt man im Ranking. Crowley nennt dies „digital candy“. Trotz dieser spielerische Elemente sei Foursquare aber von allem ein soziales Werkzeug. Gegenwärtig bewegt sich die Zahl der Nutzer noch im unteren sechsstelligen Bereich. Neben US-Metropolen sind kürzlich einen Reihe deutscher Städte hinzugekommen. Mit "Dodgeball" hatte Crowley bereits einmal einen ähnlichen Dienst entwickelt, den er 2005 an Google verkaufte. ork
 
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