HORIZONT.NET HORIZONTJobs HORIZONTstats
HORIZONT.NET

BP investierte mehr als 3,6 Millionen Dollar in Google-Werbung


BP pumpte Millionensummen in Google-Suchmaschinenwerbung 

BP pumpte Millionensummen in Google-Suchmaschinenwerbung

Der Energieriese BP hat Millionensummen für Google-Ads bezahlt. Dies enthüllt das Fachblatt "Advertising Age" mit einer Übersicht der Unternehmen, die im Juni am meisten für Suchmaschinenwerbung ausgegeben haben. 3,59 Millionen US-Dollar hat der Konzern auf dem Höhepunkt der Ölkrise springen lassen, um die Imagekrise zu überwinden. Mit über 8 Millionen Dollar Budget steht AT&T Mobility an der Spitze der Liste.
 
Imagewerbung im Internet scheint für BP eine wichtige Maßnahme zu Zeiten der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gewesen zu sein. Im April war die Bohrplattform Deepwater Horizon gesunken, bis Mitte Juli strömte ungehindert Öl ins Wasser. Um den Imageschaden zu minimieren, gab BP allein im Juni 2010 knapp 3,6 Millionen Dollar (etwa 2,8 Millionen Euro) für Suchmaschinenwerbung bei Google aus – und kaufte Begriffe wie "oil spill", "leak" und "top kill". Zuvor hatte der Konzern nur etwa 57.000 Dollar monatlich an Google gezahlt. Angesichts der hohen Summe ist davon auszugehen, dass BP auch Wortkombinationen gekauft hat: So wurde die Konzern-Webseite vermutlich auch ganz oben angezeigt, wenn User nach den Begriffen "oil" oder "spill" in Verbindung mit anderen Wörtern gesucht haben.
Bereits im Juni wurde bekannt, dass BP bei den drei großen Suchmaschinen Yahoo, Google und Bing gezielt Suchbegriffe gekauft hat, um das Image des Konzerns zu verbessern. Auch Videoanzeigen wurden geschaltet, die Nutzer bei ihrer Suche direkt zu Kurzfilmen des Energiekonzerns verwiesen. Der Markenwert von BP waren Ende Juni bereits um eine Milliarde Dollar gesunken, Versuche zur Imageverbesserung damit unumgänglich.
 
Am meisten Geld hat im Juni AT&T in die Suchmaschinenwerbung gesteckt: 8,08 Millionen Dollar (etwa 6,3 Millionen Euro) gab der Telekommunikationskonzern für Google Ads aus – pünktlich zum Start des iPhone 4. Weitere "Big Spender" sind die Apollo Group (6,67 Millionen Dollar), die die University of Phoenix betreibt, Expedia (5,95 Millionen Dollar), Amazon (5,85 Millionen Dollar) und Ebay (4,25 Millionen Dollar). Die zehn größten werbungtreibenden Unternehmen in der Auflistung zahlten zusammen zwar knapp 45 Millionen Dollar für Suchmaschinenwerbung, dies entspricht jedoch nur etwa fünf Prozent des monatlichen Gesamteinkommens von Google in den USA. sw
Twitter Facebook Google LinkedIn Xing Drucken Email

Kommentar(e)

Kommentare

Mehr zum Thema

Zur Übersicht
Nachrichten
HORIZONT auf Facebook
HORIZONTJobs
Stellenmarkt

2.022 Stellenangebote und 838 Bewerberprofile


Off the record
offtherecord.jpg
Facebook: Die ausgelutschte Privatsphäre
Facebook tritt dem Branchenverband Bitkom bei, eine App namens Lollipop zeigt als Halloween-Scherz wie unsere Daten ausgelutscht werden können. Eine gute Gelegenheit für eine Timeline, die das Schwinden der Privatsphäre bei Facebook aufzeigt. weiterlesen

Off-the-Record als RSS-Feed
News-Archiv

April 2012

MODIMIDOFRSASO
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30

Mai 2012

MODIMIDOFRSASO
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031