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von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Umbau: Wie die Telekom im Digitalgeschäft wachsen will


Die Telekom stellt sich im Bereich Produkte und Innovationen neu auf

Die Telekom stellt sich im Bereich Produkte und Innovationen neu auf

Im Jahr 2010 verkündete René Obermann einen ambitionierten Plan: "In fünf Jahren soll fast die Hälfte des Konzernumsatzes mit mobilem Internet, dem vernetzten Zuhause, IT-Diensten auf Abruf, Internet-Diensten und intelligenten Netzen gemacht werden", gab der Telekom-Chef damals zu Protokoll. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Konzern in den genannten Geschäftsbereichen lediglich rund 15 Milliarden Euro um - das entsprach nicht einmal einem Viertel vom Gesamtumsatz. Jetzt macht die Telekom ernst. Mit einem umfassenden Umbau will der magenta Riese nun die Weichen für mehr Wachstum in den digitalen Märkten stellen.
 
Muss liefern: Chief Product & Innovation Officer Thomas Kiessling 

Muss liefern: Chief Product & Innovation Officer Thomas Kiessling

Im Mittelpunkt steht dabei der Bereich Products & Innovation (P&I), der eine neue Struktur erhält und sich künftig nur noch auf die sechs Geschäftsfelder Kommunikationsdienste, Medien/Unterhaltung, Cloud-Dienste, Werbung, Anzeigengeschäfte und Bezahldienste fokussiert. Geführt wird der 4.000 Mitarbeiter starke Bereich von Chief Product & Innovation Officer Thomas Kiessling.
Der ehemalige Bwin-Manager, der den Posten seit Ende 2010 innehat, füllt damit die Lücke, die der im Herbst ausgeschiedene Innovationsvorstand Ed Krozel hinterlassen hat - und dessen Nachfolge im Vorstand bislang noch ungeklärt ist. Kiessling, der auch für Beteiligungen wie die Scout24-Gruppe, DeTeMedien, Strato und die Telekom Innovation Laboratories verantwortlich ist, berichtet künftig direkt an Vorstandschef Obermann, der selbst einige Aufgaben von Krozel übernommen hat.
 
Mit dem Umbau will die Telekom vor allem schneller und effizienter werden. Ziel sei es, die definierten Wachstumsfelder fokussierter anzugehen als bislang und auf diese Weise neue Umsatzfelder jenseits des Kerngeschäfts zu erschließen. "Wir können gerade in den neuen Geschäftsfeldern auf unsere Stärken aufbauen: Privat- und Geschäftskunden vertrauen unserer Marke und unserer Fähigkeit, als Technologieunternehmen Produkte sicher, einfach nutzbar, netzübergreifend, und auf allen Geräten und Betriebssystemen anzubieten", ist sich Kiessling sicher. Ob die Strategie aufgeht, wird sich spätestens 2015 zeigen, wenn die von Obermann vorgegebene Frist abläuft. mas
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