13.06.2008
Werbung und Politik gehen aufeinander zu
Werbung und Politik wollen in Zukunft häufiger miteinander reden. Beim Branchen-Hearing Werbung/Kommunikation, das am Donnerstag im Rahmen der "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft" der Bundesregierung stattfand, bekundeten Vertreter beider Seiten das Interesse, den Kontakt zu intensivieren. Ziel soll sein, sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen auszutauschen.
An dem Treffen in Düsseldorf nahmen für die Politik unter anderem Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, sowie NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben teil. Die Werbebranche wurde von ZAW, Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA sowie einigen Agenturchefs vertreten. "Wir haben heute einen ersten Schritt gemacht, um die Sprachlosigkeit zwischen der Politik und uns zu überwinden", erklärte GWA-Präsident Holger Jung bei einem Pressegespräch am Rande der Veranstaltung.
Mit der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft will die Bundesregierung "die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter stärken und damit zu mehr Wachstum und Beschäftigung beitragen", sagte Staatssekretärin Wöhrl. Zu dem sehr weit gefassten Wirtschaftssegment gehören nach dem Verständnis der Initiatoren unter anderem die Bereiche Buch- und Presseverlage, Musik, Film- und Rundfunkwirtschaft, Design, Architektur und Werbewirtschaft. In eigenen Anhörungen soll die Situation der jeweiligen Branche erörtert und diskutiert werden. Den Auftakt machte das Hearing für den Bereich Werbung/Kommunikation.
Im Vorfeld des Treffens hatte das Ministerium bei Agenturvertretern nach den zentralen Herausforderungen und Erwatungen der Branche gefragt. Als die drei wichtigsten Herausforderungen wurden dabei die Themen Werbefreiheit, Digitalisierung und Qualitätssicherung (Aus- und Weiterbildung sowie Talentscouting) genannt. Bei den Erwartungen rangiert der Wunsch ganz oben, der Branche mehr Gewicht zu geben - noch vor der Bitte, Werberegulierungen zu verhindern. mam
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