29.04.2009
Holdings
WPP und Publicis wachsen dank Zukäufen
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29.04.2009
Während Omnicom und Interpublic zweistellige Umsatzverluste hinnehmen mussten, vermelden WPP und Publicis Zuwachsraten. Allerdings sind diese hauptsächlich auf Akquisitionen zurückzuführen. Im Detail erhöhte WPP seine Umsätze währungsbereinigt um 11,1 Prozent auf rund 2,1 Milliarden britische Pfund (2,35 Milliarden Euro laut Wechselkurs vom Tag der Bilanzveröffentlichung am 28. April 2009). Das organische Wachstum (ohne Firmenkäufe) war dagegen mit minus 5,8 Prozent negativ. Bei Publicis kletterten die Umsätze um 1,3 Prozent auf rund 1,08 Milliarden Euro. Das organische Wachstum sank auf minus 4,4 Prozent.
Im Detail litten insbesondere die Märkte Spanien, Italien und Dänemark. In Russland hielt das Wachstum trotz Wirtschaftskrise an. In China, Indien, Brasilien, Argentinien, Mexiko und Kolumbien blieben die Erlöse in etwa gleich.
Innerhalb der Konzernbereiche war der Sektor Information, Insight & Consultancy mit einer Umsatzverdoppelung auf 552 Millionen Pfund (614 Millionen Euro; 2008: 252 Millionen Euro) der große Gewinner. Grund war die Übernahme des Markforschungsunternehmens TNS Ende Oktober 2008. Die anderen Bereiche schrumpften dagegen leicht: Der Sektor Advertising, Media Investment Management um 3,5 Prozent und Public Relations & Affairs um 4,3 Prozent. Der Bereich Branding & Identity, Healthcare and Special Communications, der unter anderem die Dialog- und Online-Marketingaktivitäten der Gruppe beinhaltet, musste sogar ein Umsatzminus von 5,1 Prozent hinnehmen.
In der Folge erhöhten sich die Schulden im ersten Quartal um 1,34 Milliarden Pfund auf 3,41 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro), was hauptsächlich auf die Akquisitionen der letzten Monate zurückzuführen ist. Nach WPP-Angaben schlug allein der Kauf von TNS mit 1,6 Milliarden Pfund (1,78 Milliarden Euro) zu Buche. Für das zweite Halbjahr erwartet Konzernchef Martin Sorrell eine leichte Verbesserung des Geschäfts. Eine Erholung sei erst 2010 zu erwarten. Langfristig hält der Brite aber an seinem Ziel fest, die operativen Gewinne jährlich um 10 bis 15 Prozent zu steigern.
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