Bilanzen
05.03.2010
WPP: 2009 war ein brutales Jahr
Die nach dem Zukauf von TNS weltgrößte Werbeholding WPP hat ihre Bilanz für das Jahr 2009 vorgelegt. Nach den heute veröffentlichten Zahlen erzielt die Muttergesellschaft von Agenturen wie Ogilvy, JWT, Grey, Y&R und der Media-Subholding Group M ein Umsatzvolumen von 8,7 Milliarden Pfund (rund 13 Milliarden US-Dollar).
Inklusive der Zukäufe entspricht das einem Wachstum von 16 Prozent. Rechnet man Akqusitionen und Währungseffekte heraus, ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aber ein Umsatzrückgang von 8 Prozent. Damit schneidet WPP besser ab als die weltweite Nummer 2 Omnicom, die ein Minus von rund 12 Prozent gemeldet hat. Die operative Marge von WPP für das Jahr 2009 liegt bei 11,7 Prozent. Der Gewinn sank um 16 Prozent auf 812 Millionen Pfund (1,2 Milliarden Dollar)
WPP zeigt sich offiziell einigermaßen zufrieden mit der Bilanz und weist auf den besseren Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte hin. "Es scheint, dass wir uns vom Blick in den Abgrund entfernt haben", heißt es in der WPP-Mitteilung von CEO Martin Sorrell. Dennoch spricht er von einem insgesamt "brutalen Jahr 2009". Das 2. Halbjahr sei "weniger schlecht" verlaufen und habe sich gegen Ende sogar stabilisiert. Die Reaktion von WPP auf den zum Teil dramatischen Einbruch der Märkte sei in der ersten Jahreshälfte zu langsam gewesen. Später habe man schneller reagiert. So sank die Zahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember um mehr als 12 Prozent auf rund 98.000. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte WPP circa 105.000 Angestellte.
Für das Jahr 2010 rechnet das börsennotierte Unternehmen mit einer stabilen Umsatzentwicklung. Auch hier erwartet man ein schwächeres 1. Halbjahr und bessere Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte. Impulse erhofft sich WPP unter anderem von Großereignissen wie der Fußball-WM in Südafrika und den Parlamentswahlen in den USA. In Bezug auf die einzelnen Regionen liegt der Fokus von WPP mehr denn je auf den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und den sogenannten "Next 11", zu denen die Gruppe unter anderem Länder wie Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Südkorea und die Türkei zählt. mam
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