HORIZONT.NET
24.01.2008

Media-Affäre

von Mehrdad Amirkhizi,
Ressortleiter Agenturen

Ruzicka-Prozess: Seven-One Media und IP erläutern Vermarktungssystem


Derzeit befragen die Richter die Vermarkter 

Derzeit befragen die Richter die Vermarkter

Am dritten Verhandlungstag im Ruzicka-Prozess stand die Befragung von Vertretern der beiden großen TV-Vermarkter Seven-One Media und IP Deutschland auf dem Programm.
 
Für die Münchner Werbezeitenvermarkter aus der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe stand Georg Nitzl, Director Sales Management, Rede und Antwort. Für IP war es Martin Wolff, Geschäftsleiter kaufmännische Steuerung.
 
Bevor die Befragung losgehen konnte gab es zunächst eine Debatte darüber, ob sich Zuhörer im Zuschauerraum Notizen über die Aussagen machen dürfen. Oberstaatsanwalt Wolf Jördens beantragte, allen Zuschauern außer den Journalisten generell das Mitschreiben zu untersagen. Damit sollte verhindert werden, dass schriftliche Informationen an Personen weitergegeben werden, gegen die derzeit noch ermittelt wird oder die als Zeugen in Betracht kommen. Das Gericht entschied, das Mitschreiben im Zuschauerraum zwar nicht generell, aber all jenen Personen zu verbieten, die in das Verfahren involviert sein könnten. Im konkreten Fall galt dies für den Rechtsanwalt von Aegis Media und die Pressesprecherin der Mediaagenturgruppe sowie zwei Anwälte einer namentlich nicht genannten Münchner Firma.
 
Bei der anschließenden Zeugenbefragung wurde das bis 2007 gängige Vermarktungssystem erörtert. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei der Umgang mit Freispotkontingenten. Dabei erklärten die Vermarkter, dass der Einsatz agenturbezogener Freispots allein Sache der Mediaagenturen gewesen sei. Kundenbezogener Freespace musste dagegen an diese weitergereicht werden.
 
Ebenfalls beleuchtet wurde die Geschäftsbeziehung zu sogenannten Barter-Agenturen. Diese arbeiten so, dass sie Produkte und Waren ihrer Kunden verwerten und mit den erzielten Umsätzen Werbezeiten einkaufen, die dann wieder an die Kunden gegeben werden. Am Montag wird die Verhandlung mit der Vernehmung von Joachim Lüdeke, Chef der Bonner Bartering-Gruppe Emerson Trust, fortgesetzt.
 

Weitere Nachrichten aus Agenturen vom 24.01.2008:

Bartle Bogle Hegarty bangen um Baileys-Etat
Gürtler Bachmann wird Leadagentur der Eurohypo
Zenithmedia holt Frosta und wirbt Samsinger ab
Dell bündelt auch weltweiten Mediaetat bei WPP
Spot-Check: Brand Lounge inszeniert Bauer
Kreative Mailings gesucht
Scholz & Friends bewirbt Jahr der Mathematik
Scholz & Friends feiern mit Apollo Optik

Zur Übersicht
Lesezeichen hinzufügen bei
Mister Wong Yahoo MyWeb BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Link Arena Yigg Web News OneView
Kreation

Theramed Oxywhite
Eine sommerlich bekleidete Frau geht mit Schlittschuhen über dem Rücken zu einem See und lässt ihre dank Theramed strahlend weißen Zähne aufblitzen. Danach sorgt sie mit ihrem „unglaublich frischen Atem“ dafür, dass der See gefriert. So kann sie ihre Runden drehen und ihren Traumprinzen treffen. Dieser hat sich natürlich auch die Zähne mit Theramed geputzt, was schon von weitem zu sehen ist.

Nachrichten
Neueste Leserkommentare

Flop der Woche: Der See gefriert
Boris: Anderes Schema.

Nachrichten: Breitenbücher wird Y&R-Chefin
Look: Breitenbücher wird Y&R Chefin

TV: Theramed Oxywhite
niels: HILFE....

Archiv Kreation
Spiesser Alfons
Spiesser Alfons

Das Spießer Alfons-Thema der Woche:
Wer um die Ecke zielt, wird schwerlich treffen

Aktuelle Etats
Off the record
offtherecord.jpg
Twitternde Agenturen
BBDO tut es, Scholz & Friends tut es. Doch vor allem sind es kleinere Dienstleister und einzelne Mitarbeiter in Agenturen, die bei Twitter den Dialog per 140 Zeichen suchen. Die Nutzung des Microblogging-Dienstes reicht dabei vom Newsdienst bis hin zu fachlichem Austausch. Der HORIZONT-Blog gibt einen Überblick über twitternde Agenturen.
 
Click Here