02.06.2009
RWGK Communications überzeugt Kuratorium Deutsche Bestattungskultur
Mit ihrem besonderen Blick auf den letzten aller Wege hat die Frankfurter Agentur RWGK Communications das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur überzeugt. Die Institution hatte unter dem Motto "Wer nicht wirbt stirbt" einen Kreativ-Wettbewerb zum sensiblen Thema Bestattungsvorsorge ausgeschrieben.
RWGK setzte sich mit ihrem Beitrag "Finale" unter den insgesamt 321 Einsendungen durch. Die Serie spricht verschiedene Zielgruppen über deren Lebensthemen auf den allen gemeinsamen letzten Moment an: Bei einem Bestattungsvorsorge-Gespräch kann jeder sein "Endspiel" selbst gestalten. Der Preis wird am 17. September von Gabriele Eick, Vizepräsidentin des Deutschen Marketing-Verbandes, im im Rahmen der - bereits ausgebuchten - Marketingtagung "Wer nicht wirbt stirbt" überreicht. si
Matz sagte am 03.06.2009 um 01:32
Tötliches Endspiel
Sensibles Thema trifft auf völlig unsensible Werber ein naives Kuratorium. Ergebnis: Torwandschießen der Geschmacklosigkeiten. Aber vielleicht haben in den Familien der Beteiligten noch nicht viele ihr Endspiel durch Krebs, Verkehrsunfall oder Aids verloren. Denn dann würden sie jetzt kotzen!
Ina sagte am 22.06.2009 um 13:37
Wer nicht wirbt stirbt
Lieber Matz! Es ist sehr schlimm geliebte Menschen ploetzlich zu verlieren. Nichts desto trotz ist die Anzeigenkampagne keineswegs pietaetslos. Sie macht nur jung und modern darauf aufmerksam, dass man sich zu Lebzeiten eventuell schon mal mit dem Thema Bestattung befassen sollte, denn der Tod kann einen leider auch in jungen Jahren und ploetzlich "einholen". Ich hoffe Du fuehlst Dich nicht auch schon durch den Wettbewerbstitel "wer nicht wirbt stirbt" angegriffen! Ich finde es ist eine sehr gelungene Anzeigenkampagne. Sie macht neugierig und informiert! Weiter so RWGK!!!
Kai Stratmann sagte am 22.06.2009 um 20:15
Sorry Matz....
aber ich kann deinen Kommentar überhaupt nicht verstehen. Ich finde gerade wenn man sich (durch Aids, Krebs oder sonstigem) in seinem eigenem "Endspiel" befindet, ist der Aufruf "es" selbst zu bestimmen, sich nicht unterkriegen zu lassen und schon mal an die Beerdigung zu denken sehr ermutigend. (Damit die so wird wie man selbst es möchte und nicht wie Tante Erna es gern mag **mit den Kastelröder Dom-Heinos**) Mir jedenfalls gibt dieses Plakat das Gefühl selbst zu bestimmen und nicht nur auf den Tod zu warten...es nimmt mir die Ohnmacht vor dem Tod. Sorry wenn du gerade selber trauerst oder dich in einer schwierigen Situation befindest. Geschmäcker sind ja verschieden und berühren auch unterschiedlich. Mir jedenfalls gefällt diese Kampagne ausgesprochen gut und gibt mir Hoffnung, dass ich doch eine Beerdigung bekomme wie ich sie mir vorstelle. Ganz im Stil von der Band LUNA-LUNA: "Wenn ich einmal tod bin, dann sollt ihr tanzen!".
Matz sagte am 25.06.2009 um 15:29
@ Ina und Kai
Danke für die Reaktionen. Bin selber Werber und auch der Meinung "Wirb oder stirb". Und es stimmt: ich habe gerade zwei Freunde verloren. Deswegen ist mein Kommentar auch etwas emotional geraten. Aber da HORIZONT mal wieder nur sehr oberflächlich und unvollständig berichtet, habe ich mich vorher auf www.bestatter.de und der Agentur-Website http://rwgk.blogspot.com/ schlau gemacht. ----- Fazit: Der Verband der Bestatter will seinen Mitgliedern beweisen, dass er die Beiträge sinnvoll einsetzt und veranstaltet einen Pitch. Aufgabe: Die Menschen sollen möglichst früh einen Bestatter zur "Bestattungsvorsorge" aufsuchen, oder wie RWGK in einer ihrer Anzeigen sagt: schon mal im Sarg Probeliegen. Ich weiß, dass mit "Bestimm Dein Endpiel selbst" nicht gemeint ist, dass man Art und Zeitpunkt seines Todes bestimmt, sondern nur die "Entsorgung", wie eine Agentur sagte. Aber dazu muss man doch nicht junge Leute mit einer "jungen und modernen" Kampagne schon mal vorsorglich zu einem Bestatter schicken!!! Junge Leute sollten motiviert werden, sich mit dem Leben zu beschäftigen (Beruf, Familie, Gesundheit, Umwelt, Mitmenschen, etc.), aber nicht mit dem Tod. Das kommt früh genug. Das durchschnittliche Sterbealter bei uns ist 76,7 Jahre. Und wenn man langsam älter wird, will man nicht mehr von "den Bestattern" geduzt werden und etwas über "ins Gras beißen", "den Löffel abgeben" oder "aus die Maus" lesen. Da mutet es schon sehr befremdlich an, wenn sich Agenturboss Wedemeyer mit den Worten brüstet: "Unser Konzept "Finale" geht das Thema offensiv an und betont durch zielgruppen-orientierte Wortwahl die Individualität des Todes. Ein Beweis dafür, dass die RWGK auch heikle soziale Gratwanderungen souverän beherrscht." Ja, aber leider von der Realität keine Ahnung hat. ------ Meine beiden Freunde wollten nicht sterben, aber sie haben schon vor längerer Zeit ihren Familien gesagt: "Wenn ich mal sterbe, dann möchte ich..." Der eine wollte ein Seebegräbnis in der Ostsee, der andere, dass die Leute kein Geld für Blumen und Kränze ausgeben, sondern es für die Betreuung krebskranker Kinder spenden. Dazu brauche ich keine junge und moderne Kampagne, die mich zur Bestattungsvorsorge schickt, in der die Bestatter nur ihren Daumen auf meine Brieftasche legen wollen. Über die Geschäftsmethoden der Bestatter lese ich sowieso erstmal den Bericht von Stiftung Warentest!Weitere Nachrichten aus Agenturen vom 02.06.2009:
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