Publicis und Google vereinbaren lose Kooperation
Während WPP-Chef Martin Sorrell den Suchmaschinenbetreiber Google langfristig als Gefahr für Agenturen sieht, betreibt Publicis Chairman Maurice Levy die Annäherung an das kalifornische Unternehmen.
Im Pariser Headquarter von Publicis erläuterten Maurice Levy und Google-CEO Eric Schmidt Anfang dieser Woche einer Handvoll Journalisten ihre Pläne. Danach wollen Publicis und Google die technologische Entwicklung mit dem gemeinsamen Interesse vorantreiben, Werbung künftig effektiver zu gestalten. Dazu gehört die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte und Tools und der zeitweilige Austausch von Mitarbeitern.
Personell steht zum einen David Kenny, CEO der Internet-Agentur Digitas, die Publicis im vergangenen Jahr gekauft hat, für das Arrangement. Den Part von Google vertreten Tim Armstrong, President Advertising and Sales Nord-Amerika, und Penry Price, Verkaufsdirektor Nord-Amerika. Google wird ein Global Account Team für die Publicis-Gruppe zusammenstellen, das erste im Unternehmen für ein Agenturnetzwerk.
Levy und Schmidt haben über ihre Kooperationsabsichten bereits mit führenden Wirtschaftsvertreter gesprochen. Im Vorfeld des heute beginnenden Weltwirtschaftsgipfels in Davos machten zwölf CEOs bedeutender Unternehmen Zwischenstopp bei Publicis in Paris.
Von den gemeinsamen Aktivitäten werden nach Überzeugung Levys sowohl die Kunden als auch Google und Publicis profitieren. "Wir liefern Google unser Wissen über Kommunikation, Konsumenten und deren Wünsche. Google liefert uns Technologie-Know-How und die ganze Welt des Webs".
Mit der geschlossenen Vereinbarung halten sich die Beteiligten weitere Partnerschaften offen. Damit kann Google in Zukunft genauso mit anderen Agenturen zusammen arbeiten wie Publicis mit Internetfirmen wie Yahoo oder MSN. si
- Agenturen 12. November 2007: Maurice Lévy warnt vor Online-Blase
- Digital 23. April 2007: WPP-Chef Martin Sorrell attackiert Google
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