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von Bärbel Unckrich,
Redakteurin Agenturen / beef

Management Buyout bei der Zoffel Steiger Gruppe


Der Wunschkind Vorstandsvorsitzende Ralf Tippelt 

Der Wunschkind Vorstandsvorsitzende Ralf Tippelt

Die Wiesbadener Zoffel Steiger Gruppe (ZSG), vielen besser bekannt unter der alten Firmierung Zoffel Hoff Partner, wagt einen Neuanfang: Unter dem Namen Wunschkind starten sieben langjährige Mitarbeiter in Zukunft. Nicht mehr an Bord: Agenturgründer Reinhard Zoffel, der seine Geschäftsanteile per Management Buyout verkauft hat.

"Er übt künftig keine Funktionen im Unternehmen mehr aus und macht damit den Weg frei für eine komplett neue Ära", betont Ralf Tippelt, der den Vorstandsvorsitz der Wunschkind Holding übernommen hat.
 

Hintergrund für den Schlussstrich unter die Agenturvergangenheit sind die seit Monaten andauernden Negativschlagzeilen im Rahmen der Ruzicka-Affäre. In diesem Zusammenhang war immer wieder die Rede von möglichen Verstrickungen der Agentur Zoffel Hoff Partner (ZHP) beziehungsweise deren Gründern Reinhard Zoffel und Volker Hoff. Der heutige hessische CDU-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Hoff hatte seine Anteile an ZHP bereits im Sommer 2006 an Wolfgang Steiger verkauft. Seitdem firmiert die Agentur unter dem Namen ZSG. Kurz nach Steigers Eintritt nahm die erwähnte Affäre mit der Verhaftung des früheren Deutschland-Chefs der Mediaholding Aegis Aleksander Ruzicka ihren Lauf.
Die Wunschkind-Anteilseigner 

Die Wunschkind-Anteilseigner

Derzeit wird noch gegen Zoffel ermittelt. Gegen Hoff gibt es laut Hartmut Ferse, Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft, "keine tatsächlichen Anhaltspunkte". Tippelt ist überzeugt, dass sich weder Hoff noch Zoffel in dieser Sache etwas zuschulden haben kommen lassen. "Es ist davon auszugehen, dass diese Diskussion spätestens nach der Landtagswahl in Hessen verstummen wird", erklärt er. "Auch die gegen Zoffel erhobenen Behauptungen werden sich in Luft auflösen. Trotzdem ist es für uns an der Zeit für einen aktiven Neuanfang." Die Diskussion um die Namen Zoffel und Hoff habe der Agentur mit ihren über 30 Mitarbeitern Schaden zugefügt. "Die Umfirmierung schafft eine solide Grundlage, das Geschäft mit den Bestands- und Neukunden erfolgreich weiterzuentwickeln", sagt Tippelt. Neben ihm fungieren Ronny Csallner, Hans-Martin Kessler, Dieter Ostheimer, Wolfgang Steiger, Henry Rölz und Ena Zoffel als Gesellschafter.
 
Mehr zum Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 46/2007, die am 15. November erscheint.


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