Verbände
09.11.2007
Knatsch bei PR-Prüfungsorganisation
Die in Gründung befindliche Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK) steht noch vor Aufnahme der eigentlichen Tätigkeit im Januar 2008 vor einer Bewährungsprobe. Die für die Position der Direktorin vorgesehene Beate Sohl, bislang Geschäftsführerin der Deutschen Akademie für Public Relations (DAPR), steht nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung. Das hat sie in einem Schreiben an die drei PZOK-Gesellschafter Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP), Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) mitgeteilt.
"Ich habe inzwischen das Vertrauen verloren, dass (...) alle notwendigen Sachentscheidungen einvernehmlich für einen erfolgreichen Start getroffen werden", schreibt Sohl. Mitauslöser für ihren Entschluss war, dass eine Sohl zufolge bereits zugesagte Stelle für eine Mitarbeiterin wieder gestrichen wurde. Außerdem sei der Konsens unter den Gesellschafter zuletzt "eher geringer geworden als gewachsen".
Kritik an der PZOK kommt von Seiten einiger Ausbildungsinstitute. So kritisiert Daniela Burkhardt von Burcom in München die Informationspolitik der Organisation und bemängelt, dass wichtige Fragen wie Prüfungsordnungen, -gebühren und die Bezeichnungen von Abschlüssen noch nicht geklärt seien. Sollte sich das nicht bald ändern, "stellt sich uns die Frage, ob die PZOK der richtige Partner für uns sein kann", erklärt Burkhardt.
Die PZOK wurde nach zähem Ringen im Frühjahr 2007 gemeinsam von BdP, DPRG und GRPA isn Leben gerufen. Sie soll zum einen Prüfungen von PR-Absolventen vornehmen, zum anderen Aus- und Weiterbildungsinstitute im Bereich PR zertifizieren. Um unterschiedliche Interessen sauber auseinanderzuhalten, hat die GPRA vor kurzem ihre Gesellschafteranteile an der DAPR zum Verkauf gestellt. Man wolle nicht eine Aus- und Weiterbildungseinrichtung unter vielen unterstützen, erklärte Verbandspräsidnet Dieter Schulze van Loon Anfang Oktober. mam
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