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"Ich find Sixt sch...": Jung von Matt macht Autovermieter rund


von Jessica Mulch,
Redakteurin HORIZONT.NET

Dass Sixt auf provokante Werbung steht, ist bekannt. In seinem neuesten Werbestreich schreckt der Autovermieter sogar vor Fäkalausdrücken nicht zurück. "Ich find Sixt scheisse" ist die Botschaft des von Jung von Matt/Fleet kreierten Spots. In den Hauptrollen: Keine Geringeren als die Bandmitglieder der ehemaligen deutschen Pop-Rap-Band Tic Tac Toe, die ihren Hit aus dem Jahre 1995 extra für den Dreh neu aufgelegt haben.
 
Der Spot beginnt äußerst explosiv: In einer Sixt-Filiale zerbricht eine Wand plötzlich in ihre Einzelteile. Sehr zur Überraschung der Mitarbeiterin rollen Jazzy alias Marlene Victoria Tackenberg und Ricky alias Ricarda Nonyem Priscilla Wältken zusammen mit einer dritten Frau, in farbenfrohen römischen Streitwagen stehend, in den Raum - und legen sich mit der Angestellten an: "Geile Karren, richtig schnelle, du machst hier 'ne riesen Welle. Krasser Service beim Vermieten, ihr habt ständig was zu bieten." Dass das Rot, Grün und Gelb der Streitwagen die Farben der Sixt-Konkurrenten Europcar, Avis und Hertz sind, dürfte dabei kein Zufall sein.
Die Kampagnenwebseite schschsch.de 

Die Kampagnenwebseite schschsch.de

Dann wirds noch skurriler: Sie fordern die Sixt-Mitarbeiterin in voller Rüstung zum Schwertkampf heraus und zerschmettern als Kung-Fu-Kämpferinnen Betonklötze. Die Produktion verantwortet Tony Petersen Film, Regie führte Zoran Bihac. Auf Agenturseite verantwortet das Team um die beiden Kreativchefs Jan Rexhausen und Dörte Spengler-Ahrens den Auftritt.
 
Eine Kampagnenwebsite hat Jung von Matt/Fleet auch eingerichtet. Unter schschsch.de können sich User den Spot anschauen und sogar ihr eigenes Video erstellen, das sie anschließend in sozialen Netzwerken teilen können. Zudem finden sie aktuelle "schpitzen Angebote" von Sixt.
 
Die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Band basiere auf einer Idee, den Trend "Erfolg durch Anti-Werbung" mutig zur Spitze zu treiben, so die Agentur gegenüber HORIZONT.NET. Beispiele dafür seien die "Be Stupid"-Kampagne von Diesel oder der Zalando-Spot. Tic Tac Toe trat acht Jahre nach ihrer öffentlichkeitswirksamen Trennung im Jahr 1997 wieder in ihrer Originalbesetzung zusammen. Doch zwei Jahre später stand die Band vor dem finalen Aus.
 
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Sixt und Jung von Matt eine ehemalige Musikgröße aus der Mottenkiste geholt haben. Im Sommer 2007 sang der damals finanziell angeschlagene Matthias Reim seinen Hit aus den 90er Jahren "Verdammt, ich lieb dich" neu ein. In dem Remake namens "Verdammt, ich hab nix" besang Reim seine eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten sowie die dazugehörige Lösung: "... es gibt ja Sixt." (Spot hier bei Clipfish anschauen). jm
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