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von Bärbel Unckrich,
Redakteurin Agenturen / beef

Cyber Lions: Happy End für Deutschland / Vier Löwen für Kemper Trautmann


Gleich drei Löwen erhält Kemper Trautmann für die Edding "Wall of Fame" 

Gleich drei Löwen erhält Kemper Trautmann für die Edding "Wall of Fame"

Die Shortlist-Ausbeute bei den Cyber Lions ließ nichts Gutes für die deutschen Teilnehmer vermuten. Umso erfreulicher ist nun die Award-Bilanz: Von den zehn Finalplätzen konnten sechs in einen Löwen verwandelt werden. In den vergangenen zwei Jahren reichte es in dieser Sparte jeweils nur für vier Löwen. Unter den Medaillen ist sogar ein Goldgewinner dabei: Kemper Trautmann erhält das Edelmetall für die Edding „Wall of Fame“. Die gleiche Arbeit wurde auch mit zwei silbernen Löwen belohnt. Zudem gab es Bronze für die ebenfalls im Auftrag von Edding entstandenen „Digital Highlighter".

 
Neben Kemper Trautmann konnten Grimm Gallun Holtappels (GGH) und Jung von Matt (JvM) in dieser Sparte punkten. Je einen bronzenen Löwen gab es für die Website „Hidden-Heroes“ von GGH respektive das bereits mehrfach beim Festival prämierte WWF-Format von JvM.
Insgesamt verteilte die Jury in dieser Kategorie 81 Löwen. Trotz einem Einsendeplus von fast 9 Prozent sind das 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Also auch hier war eine strenge Jury am Werk. Die 81 Statuetten verteilen sich auf drei Grand Prixs, 21-mal Gold, 15-mal Silber und 42-mal Bronze. Die Tatsache, dass es in dieser Sparte gleich drei Best-of-Show-Awards gibt, erklärt Jurypräsident Nick Law, Executive Vice President und Chief Creative Officer von R/GA in den USA, mit der enormen Bandbreite unterschiedlichster Arbeiten, mit denen die Jury in diesem Bereich konfrontiert werden. So reichten die prämierten Beiträge von umfangreichen Online-Kampagnen über erfolgreiche Viral-Clips und technische Innovationen bis hin zu kleinen Ideen mit großer Wirkung.
 
Viele der ausgezeichneten Arbeiten dürften aufgrund ihrer viralen Verbreitung weltweit bekannt sein: So wurde etwa die von Wieden + Kennedy in Portland konzipierte Online-Weiterentwicklung der Old-Spice-Kampagne „Response Campaign“ mit einem Grand Prix gewürdigt. Den wertvollsten aller Cannes-Löwen erhielten außerdem das Google Creative Lab in New York für die Kampagne „The Wilderness Downtown". Der dritte Grand Prix geht ebenfalls in die USA – aber zwei Deutsche sind maßgeblich an dem Erfolg beteiligt. R/GA in New York hat sich das Zahlungssystem „Pay With A Tweet“ gemeinsam mit ihrem deutschen Kreativteam Christian Behrendt und Leif Abraham, auch bekannt als Innovative Thunder, ausgedacht. Deren Buch „Oh My God what happened and what should I Do” avancierte dank des innovativen Zahlungssystems zu einem Bestseller.
 
Moccu-Kreativdirektor Jens Schmidt saß für Deutschland in der Jury 

Moccu-Kreativdirektor Jens Schmidt saß für Deutschland in der Jury

Das deutsche Jurymitglied Jens Schmidt, Creative Director von Moccu in Berlin, zeigt sich sehr zufrieden mit den Gewinnern. „Wir haben rigoros ausgesiebt“, erklärt er. Am Ende hätten aber die richtigen Arbeiten den Weg aufs Siegertreppchen gefunden. Punkten konnten in dieser Sparte vor allem Kampagnen, bei denen sowohl die Idee als auch die technische und gestalterische Umsetzung stimmten. „Innovative Technik ist dazu da, eine Idee zu transportieren“, sagt er. Ohne eine stimmige kommunikative Grundidee nütze auch die modernste technische Spielerei nichts.
 
Die Tatsache, dass heute die meisten digitalen Kampagnen nicht mehr ohne Social Media auskommen, erklären die Juroren damit, dass die besten Ideen sich ganz automatisch via Facebook, Twitter und Youtube verbreiten und ihnen damit noch mehr Kraft verleihen. Wer bei Youtube neun Millionen Klicks erzielt, habe es von vorneherein leichter, die Aufmerksamkeit der Jury zu erzielen, erklärt Schmidt. „Solchen beeindruckenden Zahlen können wir uns nicht entziehen.“ Schließlich habe man bei der Beurteilung der Online-Cases auch sehr auf Relevanz geachtet.
 
Die erfolgreichste Nation bei den Cyber Lions sind mit Abstand die USA, die stolze 27 Löwen im Gepäck haben. Großbritannien folgt mit 16 Löwen, Japan und Schweden haben neun respektive acht Trophäen abgeräumt. bu
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