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550-Millionen-Euro-Etat: Group M trumpft im Pitch von L'Oréal auf


von Elke Jacob,
Korrespondentin

L'Oréal lässt seine Spots mit Stars wie Penélope Cruz künftig von Group M schalten

L'Oréal lässt seine Spots mit Stars wie Penélope Cruz künftig von Group M schalten

Der internationale Kosmetikkonzern L'Oréal hat sich nach einem Media-Pitch für die Düsseldorfer Group M entschieden. Die Wettbewerbspräsentation umfasste die deutschsprachigen Märkte, wo der Top-Spender im vergangenen Jahr laut Nielsen allein in Deutschland brutto 420 Millionen Euro für seine Produktwerbung ausgegeben hat. In Österreich und der Schweiz dürften die Brutto-Budgets jeweils rund 60 Millionen Euro betragen haben. Damit schlägt bei der WPP-Tochter Group M ab dem kommenden Jahr ein Gesamtvolumen von 540 bis 550 Millionen Euro zu Buche.
 

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Fehlen werden sie indes in der Bilanz des Vivaki-Networks Optimedia, das den Mediaetat von L'Oréal seit 1999 betreut hat. Verlierer war damals nach jahrelanger Zusammenarbeit das Interpublic-Network Universal McCann, das sich allerdings schon im Jahr 2001 wieder die eher Print lastigen Budgets für die Apotheken- und Luxusmarken des Kosmetikherstellers zurückerobern konnte. Dazu gehören unter anderem La Roche Posay und Biotherm sowie die Edelmarken von Lancome, Helena Rubinstein, Giorgo Armani, Ralph Lauren, Diesel und Yves Saint Laurent. In diesem Segment setzt L'Oréal weiter auf die Zusammenarbeit mit Universal McCann.

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Die Budgets von L'Oréal Paris, Maybelline Jade und Garnier, die in Deutschland 2011 mit einem TV-Budget von 350 Millionen Euro ausgestattet waren, übernimmt nun Group M. Bis zur endgültigen Übergabe Ende 2012 will sie eine übergeordnete Unit gründen, die L'Oréal exklusiv betreuen soll. Aus welchen Agenturen die entsprechenden Mitarbeiter abgezogen und wo sie stationiert sein werden, ist bislang nicht bekannt. Group M-Chef Frank Schmidt hüllt sich gegenüber HORIZONT.NET über alles in Schweigen.
 

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Offensichtlich ist jedoch, dass er mit der exklusiven L'Oréal-Unit, die es in der Form bislang nicht bei Group M gibt, einen drohenden Wettbewerbskonflikt mit Procter & Gamble vermeiden will. Der Konsumgüterriese und größte Werbungtreibende Deutschlands steht seit Jahrzehnten bei der Group M-Agentur Mediacom unter Vertrag. Mit L'Oréal käme sich Procter vor allem im Bereich der Haar- und Körperpflege gehörig ins Gehege. Der L'Oréal-Pitch wurde in großen Teilen von der Hamburger Audit-Firma Ebiquity begleitet, die unlängst die Übernahme des Auditoren Fairbrother, Lenz, Eley bekanntgegeben hat. ejej
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