Übernahme WPP macht Conrad Caine zu Possible

Freitag, 22. Januar 2016
Conrad Caine (r.) schließt sich mit seiner Agentur dem WPP-Netzwerk Possible an
Conrad Caine (r.) schließt sich mit seiner Agentur dem WPP-Netzwerk Possible an
Foto: Conrad Caine
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Conrad Caine WPP Dominic Hartmann


Bislang hatte die Digitalagentur Possible aus dem WPP-Konzern keine Vertretung in Deutschland. Das ändert sich jetzt: Die britische Werbeholding hat die Münchner Agentur Conrad Caine übernommen. Sie firmiert künftig unter dem Namen Possible. Das bestätigt Gründer und CEO Dominic Hartmann, der selbst unter dem Pseudonym Conrad Caine auftritt.
Possible übernimmt 60 Prozent der Anteile an der deutschen Agentur. Die restlichen Anteile verbleiben bei Caine und General Manager Christoph Bauhofer. Über den Kaufpreis haben die Verantwortlichen Stillschweigen vereinbart. Conrad Caine erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 8,5 Millionen Euro. Laut Jahresabschluss erwirtschaftete die Agentur dabei einen Jahresüberschuss von rund 790.000 Euro. Auf der Gehaltsliste der Münchner Zentrale stehen 65 Mitarbeiter, zusammen mit den Büros in Erlangen, Pelotas (Brasilien) und Buenos Aires (Argentinien) beschäftigt die Agentur rund 140 Digitalspezialisten. Caine nennt mehrere Gründe für den Verkauf. Zum einen sei Possible eine attraktive und dynamische Marke, der man sich gern anschließe. Zum anderen erhöhe sich dadurch die internationale Reichweite. "Wir werden von unseren Kunden zunehmen auch nach Lösungen für die USA und in China gefragt", sagt Caine. Darüber hinaus erhalte die Agentur durch den Anschluss an das Netzwerk Zugang zu neuen Technologien und sei in der Lage, größere Projekte zu realisieren, für die man bislang zu klein war. Zu den Auftraggebern der bisherigen Conrad Caine gehören Allianz, Audi, Deutsche Bank, Microsoft und Siemens. Das Possible-Netzwerk arbeitet mit rund 1300 Mitarbeitern unter anderem für P&G, Coca-Cola, AT&T und Shell. mam
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