Übernahme Vivendi und Havas warten auf grünes Licht von den Kartellbehörden

Donnerstag, 22. Juni 2017
Man trägt weiß: Lucian Grainge (Universal Music), Yannick Bollorè (Havas) und Arnaud de Puyfontaine (Vivendi), v.l.
Man trägt weiß: Lucian Grainge (Universal Music), Yannick Bollorè (Havas) und Arnaud de Puyfontaine (Vivendi), v.l.
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Der geplanten Übernahme der franzöischen Werbeholding Havas durch den Medienkonzern Vivendi steht wohl so gut wie nichts mehr im Weg. Diesen Eindruck vermittelten zumindest die CEOs der beiden Unternehmen Yannick Bolloré und Arnaud de Puyfontaine bei einem gemeinsamen Auftritt mit Universal-Music-Chef Lucian Grainge in Cannes. Allerdings dauert die Freigabe allem Anschein nach länger als zunächst erwartet.
Man warte lediglich auf die Freigabe der Kartellbehörden in den USA und in Russland. Mit dieser sei aber innerhalb weniger Wochen zu rechnen. "Ich wünschte, ich könnte bereits heute das Closing vermelden, das ist aber leider noch nicht der Fall", sagte Bolloré bei der Veranstaltung am Donnerstagnachmittag im Havas Café auf der Croisette. Offenbar hatten die Verantwortlichen darauf gesetzt, in der Cannes-Woche den Abschluss des Deals verkünden zu können. Daraus wurde allerdings nicht.
Durch die Übernahme der Werbeholding und die Integration bei Vivendi entsteht ein Branchenriese mit einer Marktkapitalisierung von 28 Milliarden Euro - laut Angaben der Konzernverantwortlichen wäre man damit in dieser Hinsicht die Nummer eins der Werbe- und Unterhaltungsbranche.

Havas und Vivendi haben mit Investor Vincent Bolloré - Vater von Havas-Chef Yannick - einen gemeinsamen Hauptaktionär. Ziel der Integration der beiden Gruppen ist es, die Bereiche Unterhaltung, Medien und Werbung aus einer Hand anzubieten. Havas ist derzeit dabei, unter seinem Dach das eigene Werbe- und Mediaagenturnetzwerk stärker zusammenzuführen. mam
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